Doppelverschuldung (Double Leverage)
Auch gesucht als: Double Leverage, Holding-Verschuldung, Double Leverage Ratio, doppelte Hebelwirkung, Holding-Leverage
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- doppia leva
Doppelverschuldung (Double Leverage) entsteht, wenn eine Holdinggesellschaft Fremdkapital aufnimmt und dieses Geld als Eigenkapital in ihre Tochtergesellschaften einschiesst. Dieselbe Kapitalbasis wird so auf zwei Ebenen mit Schulden belastet.
Gemessen wird das Phänomen meist mit der Double Leverage Ratio: den Beteiligungen der Holding an ihren Töchtern geteilt durch das eigene Eigenkapital der Holding. Liegt der Wert über 100 %, ist ein Teil des Eigenkapitals der Töchter mit Schulden der Mutter finanziert. Die Holding braucht dann die Dividenden der Töchter, um ihre eigenen Zinsen und Rückzahlungen zu bedienen.
Besonders genau beobachten Ratingagenturen und Aufsichtsbehörden die Doppelverschuldung bei Bank- und Versicherungskonzernen. Die Töchter wirken gut kapitalisiert, doch die Gläubiger der Holding stehen strukturell hinten an: Dürfen die Töchter etwa wegen regulatorischer Vorgaben keine Dividenden zahlen, gerät die Mutter in Bedrängnis. Auch die Diskussion in der Schweiz über die Kapitalausstattung ausländischer Töchter von Grossbanken dreht sich um diese Frage.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.