🇨🇭 Schweiz

Einlagensicherung

Auch gesucht als: esisuisse, Einlegerschutz, privilegierte Forderungen, CHF 100'000, Deposit Insurance

🇬🇧 Englisch
deposit insurance / depositor protection
🇫🇷 Französisch
garantie des dépôts
🇮🇹 Italienisch
garanzia dei depositi
Kurz erklärt

Die Einlagensicherung schützt Bankkunden, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird. In der Schweiz sind Guthaben bis CHF 100'000 pro Kunde und Bank privilegiert und werden über das System esisuisse rasch ausbezahlt.

Die rechtliche Grundlage findet sich im Bankengesetz. Im Konkurs einer Bank werden Einlagen bis CHF 100'000 pro Kunde bevorzugt behandelt: Sie gehören zu den privilegierten Forderungen und werden vor den gewöhnlichen Gläubigern befriedigt. Damit das Geld nicht erst nach einem langen Verfahren fliesst, haben sich alle Banken und Wertpapierhäuser mit Sitz oder Zweigniederlassung in der Schweiz in der Selbstregulierungsorganisation esisuisse zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich, im Ernstfall gemeinsam die nötigen Mittel bereitzustellen.

Geschützt sind Guthaben auf Konten und Kassenobligationen, die auf den Namen des Kunden bei der Bank lauten. Wertschriften im Depot fallen nicht darunter, weil sie ohnehin dem Kunden gehören und im Konkurs abgesondert werden. Das System hat eine Obergrenze für den Gesamtbetrag, den die Banken leisten müssen; bei einem Ausfall einer sehr grossen Bank würde es allein kaum genügen. Wer mehr als CHF 100'000 besitzt, kann das Risiko durch Verteilung auf mehrere unabhängige Banken verringern.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.