🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Finanzstabilität

Auch gesucht als: Finanzstabilitätsbericht, systemisches Risiko, makroprudenziell, Systemrisiko, Financial Stability

🇬🇧 Englisch
financial stability
🇫🇷 Französisch
stabilité financière
🇮🇹 Italienisch
stabilità finanziaria
Kurz erklärt

Finanzstabilität bedeutet, dass das Finanzsystem – Banken, Versicherungen, Märkte und Zahlungssysteme – seine Aufgaben auch unter Stress erfüllen kann, ohne dass eine Krise auf die übrige Wirtschaft überschwappt.

Ein systemisches Risiko liegt vor, wenn Probleme einzelner Institute oder Märkte das ganze System gefährden könnten, etwa weil Banken eng miteinander verflochten sind. Makroprudenzielle Politik versucht, solche Risiken für das System als Ganzes zu begrenzen, statt nur die einzelne Bank zu betrachten. Ein Beispiel ist der antizyklische Kapitalpuffer: Banken müssen in Boomphasen zusätzliches Kapital halten, etwa bei stark steigenden Hypothekarkrediten.

In der Schweiz hat die SNB den gesetzlichen Auftrag, zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Sie veröffentlicht jährlich einen Bericht zur Finanzstabilität, der unter anderem die Lage der Grossbank UBS und die Risiken am Immobilienmarkt beurteilt. Die FINMA beaufsichtigt die einzelnen Institute. Für Anleger geben solche Berichte Hinweise auf mögliche Verschärfungen der Regeln, etwa bei Eigenmitteln oder bei der Vergabe von Hypotheken.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.