Finanzintermediär
Auch gesucht als: Finanzintermediäre, Intermediär, Finanzdienstleister, Financial Intermediary, Parabankensektor
- 🇬🇧 Englisch
- financial intermediary
- 🇫🇷 Französisch
- intermédiaire financier
- 🇮🇹 Italienisch
- intermediario finanziario
Ein Finanzintermediär ist ein Unternehmen oder eine Person, die zwischen Geldgebern und Geldnehmern vermittelt oder fremde Vermögenswerte annimmt, verwaltet oder überträgt – etwa Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter oder Zahlungsdienstleister.
Im ökonomischen Sinn bringen Finanzintermediäre Sparer und Investoren zusammen: Banken sammeln Einlagen und vergeben Kredite, Fonds bündeln Anlegergelder, Versicherungen legen Prämien an. Sie senken so Such- und Informationskosten und verteilen Risiken. Ohne Intermediäre müsste jeder Sparer selbst einen passenden Kreditnehmer finden und dessen Zahlungsfähigkeit beurteilen.
Im Schweizer Recht hat der Begriff eine engere Bedeutung im Geldwäschereigesetz (GwG). Als Finanzintermediäre gelten neben Banken, Wertpapierhäusern und Fondsleitungen auch Personen des sogenannten Parabankensektors, etwa Treuhänder, Geldwechsler, Kreditgeber oder Anbieter von Zahlungs- und Kryptodiensten. Sie müssen Kunden identifizieren, den wirtschaftlich Berechtigten feststellen und Verdachtsfälle melden. Wer nicht direkt von der FINMA beaufsichtigt wird, muss sich einer Selbstregulierungsorganisation (SRO) anschliessen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.