🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Geldpolitische Straffung

Auch gesucht als: Straffung, Tightening, restriktive Geldpolitik, Lockerung, Finanzierungsbedingungen

🇬🇧 Englisch
monetary tightening
🇫🇷 Französisch
resserrement monétaire
🇮🇹 Italienisch
inasprimento monetario
Kurz erklärt

Bei einer geldpolitischen Straffung macht eine Notenbank Geld teurer oder knapper, meist durch höhere Leitzinsen. Ziel ist es, die Nachfrage zu dämpfen und die Inflation zu senken. Das Gegenteil ist die Lockerung.

Das wichtigste Mittel sind Zinserhöhungen. Daneben können Notenbanken ihre Bilanz verkleinern, indem sie früher gekaufte Anleihen auslaufen lassen oder verkaufen – das nennt man Quantitative Tightening. Die SNB kann zudem Devisen verkaufen, um den Franken zu stärken und so Importe zu verbilligen. Wirkt die Geldpolitik bremsend auf die Wirtschaft, spricht man von einer restriktiven Ausrichtung.

Entscheidend für Unternehmen und Haushalte sind die Finanzierungsbedingungen: Kreditzinsen, Renditen von Anleihen, Risikoaufschläge und die Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben. Eine Straffung wirkt meist mit Verzögerung von einem bis zwei Jahren. An der Börse geraten in solchen Phasen oft hoch bewertete Wachstumsaktien und Immobilienwerte unter Druck, während Sparzinsen steigen. Eine Lockerung wirkt in die umgekehrte Richtung.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.