Offshore
Auch gesucht als: Offshore-Finanzplatz, Onshore, Steueroase, Offshore Financial Centre, Steuerparadies
- 🇬🇧 Englisch
- offshore
- 🇫🇷 Französisch
- offshore
- 🇮🇹 Italienisch
- offshore
Offshore bezeichnet Finanzgeschäfte und Gesellschaften ausserhalb des Wohnsitzlandes eines Kunden, oft in Ländern mit tiefen Steuern und wenig Regulierung. Das Gegenstück ist Onshore, also das Geschäft im eigenen Land.
Typische Offshore-Finanzplätze sind kleine Länder und Territorien wie die Cayman Islands, die Britischen Jungferninseln, die Bermudas, Jersey, Guernsey oder Panama. Sie locken mit tiefen oder gar keinen Steuern, einfacher Gründung von Gesellschaften und – früher – grosser Diskretion. Viele Hedgefonds, Investmentfonds und Zweckgesellschaften haben dort ihren Sitz, auch aus legitimen Gründen wie steuerlicher Neutralität für internationale Anleger. In der Vermögensverwaltung spricht man von Offshore-Geschäft, wenn ein Kunde sein Vermögen bei einer Bank im Ausland verwaltet.
Der Ruf der Offshore-Welt hat unter Skandalen wie den «Panama Papers» gelitten. Mit dem automatischen Informationsaustausch, Registern für wirtschaftlich Berechtigte und Druck von OECD und EU ist die Geheimhaltung stark zurückgegangen. Für Anleger ist der Sitz eines Fonds oder einer Gesellschaft dennoch relevant: Er beeinflusst Aufsicht, Anlegerschutz und Besteuerung. Ausserhalb der Finanzwelt bedeutet offshore schlicht «vor der Küste», etwa bei Offshore-Windparks oder Ölplattformen.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.