💳 Zahlungsverkehr & Bankgeschäft

Retail Banking

Auch gesucht als: Privatkundengeschäft, Massengeschäft, Mengengeschäft, Retailgeschäft, Consumer Banking

🇬🇧 Englisch
retail banking
🇫🇷 Französisch
banque de détail
🇮🇹 Italienisch
attività bancaria al dettaglio (retail banking)
Kurz erklärt

Retail Banking bezeichnet das Bankgeschäft mit einer grossen Zahl von Privatkunden und kleinen Firmen: Konten, Karten, Zahlungsverkehr, Sparen, Hypotheken und einfache Anlageprodukte zu standardisierten Bedingungen.

Im Unterschied zum Private Banking steht nicht die individuelle Beratung im Vordergrund, sondern ein breites, möglichst effizient abgewickeltes Angebot. Darum spricht man auch vom Massen- oder Mengengeschäft. Die wichtigste Ertragsquelle ist in der Schweiz das Zinsengeschäft, also die Differenz zwischen Hypothekar- und Sparzinsen. Dazu kommen Gebühren für Konten, Karten und Zahlungen. Kantonal-, Raiffeisen- und Regionalbanken sowie PostFinance sind stark im Retail Banking tätig.

Die Digitalisierung verändert dieses Geschäft stark: Filialen werden geschlossen, Bankgeschäfte laufen über E-Banking und Apps, und Neobanken sowie Zahlungsdienste wie Twint treten als Konkurrenten auf. Weil die Margen pro Kunde klein sind, zählen Skaleneffekte und tiefe Kosten. Steigende Leitzinsen verbessern in der Regel die Zinsmarge der Retailbanken, sinkende Zinsen drücken auf ihre Erträge.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.