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Kantonalbank

Auch gesucht als: Kantonalbanken, Staatsgarantie, Leistungsauftrag, Cantonal Bank, Verband Schweizerischer Kantonalbanken

🇬🇧 Englisch
cantonal bank
🇫🇷 Französisch
banque cantonale
🇮🇹 Italienisch
banca cantonale
Kurz erklärt

Eine Kantonalbank ist eine Bank, die durch ein kantonales Gesetz geschaffen wurde und an der der Kanton mehrheitlich beteiligt ist. Die meisten Kantonalbanken geniessen eine Staatsgarantie ihres Kantons.

Heute gibt es 24 Kantonalbanken; die grösste ist die Zürcher Kantonalbank. Sie entstanden mehrheitlich im 19. Jahrhundert, um Gewerbe, Landwirtschaft und Bevölkerung mit Krediten zu versorgen. Das kantonale Gesetz legt einen Leistungsauftrag fest, etwa die Förderung der regionalen Wirtschaft. Die Rechtsform ist unterschiedlich: Viele sind selbständige öffentlich-rechtliche Anstalten, einige Aktiengesellschaften mit börsenkotierten Aktien oder Partizipationsscheinen. Die meisten Kantonalbanken sind Universalbanken mit starkem Hypothekar- und Spargeschäft.

Die Staatsgarantie bedeutet, dass der Kanton für die Verbindlichkeiten der Bank haftet, falls deren Mittel nicht ausreichen. Sie gilt nicht bei allen Instituten im gleichen Umfang; einige Kantone haben sie eingeschränkt oder abgeschafft. Im Gegenzug liefern die Banken Gewinne an den Kanton ab und zahlen oft eine Abgeltung für die Garantie. Bei Anlegern gelten Kantonalbanken als besonders solide; die Zürcher Kantonalbank wird von der SNB als systemrelevant eingestuft.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.