Sachanlage
Auch gesucht als: Sachanlagen, Anlagevermögen, Property, Plant and Equipment, PP&E, materielles Anlagevermögen
- 🇬🇧 Englisch
- property, plant and equipment (PP&E)
- 🇫🇷 Französisch
- immobilisations corporelles
- 🇮🇹 Italienisch
- immobilizzazioni materiali
Sachanlagen sind physische Vermögenswerte, die ein Unternehmen langfristig für seine Tätigkeit nutzt, etwa Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge oder Einrichtungen. Sie gehören zum Anlagevermögen in der Bilanz.
Sachanlagen werden zum Anschaffungs- oder Herstellungswert in die Bilanz aufgenommen und danach über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundstücke werden nicht planmässig abgeschrieben, weil sie sich nicht abnutzen. Sinkt der Wert unerwartet stark, etwa weil eine Fabrik stillgelegt wird, ist eine ausserordentliche Wertberichtigung nötig. Neue Investitionen in Sachanlagen heissen Investitionsausgaben oder Capex und erscheinen in der Geldflussrechnung als Mittelabfluss.
Der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme verrät viel über ein Geschäftsmodell. Industrie-, Energie- und Telekomfirmen wie Swisscom brauchen hohe Sachanlagen, Software- oder Beratungsunternehmen nur wenige. Kapitalintensive Firmen müssen laufend investieren, um ihre Anlagen zu erhalten, was den freien Cashflow schmälert. Anleger achten deshalb darauf, ob die Investitionen über den Abschreibungen liegen – ein Hinweis auf Wachstum – oder darunter, was auf eine alternde Infrastruktur hindeuten kann.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.