VSB (Sorgfaltspflicht der Banken)
Auch gesucht als: Vereinbarung über die Standesregeln, Sorgfaltspflichten, VSB 20, Standesregeln zur Sorgfaltspflicht, Bankiervereinigung
- 🇬🇧 Englisch
- Agreement on the Swiss banks' code of conduct with regard to the exercise of due diligence (CDB)
- 🇫🇷 Französisch
- Convention relative à l'obligation de diligence des banques (CDB)
- 🇮🇹 Italienisch
- Convenzione relativa all'obbligo di diligenza delle banche (CDB)
Die VSB ist die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken. In ihr verpflichten sich die Schweizer Banken, ihre Kunden zu identifizieren und den wirtschaftlich Berechtigten festzustellen.
Die erste Fassung entstand 1977 auf Initiative der Schweizerischen Bankiervereinigung und der Nationalbank, nach einem grossen Bankenskandal in Chiasso. Sie wurde seither mehrfach überarbeitet; die aktuelle Fassung heisst VSB 20. Die VSB regelt insbesondere die Prüfung der Identität bei der Kontoeröffnung, die Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten mit dem Formular A und das Verbot, aktiv bei Kapitalflucht oder Steuerhinterziehung mitzuwirken.
Obwohl die VSB eine Selbstregulierung der Branche ist, hat sie grosse praktische Bedeutung: Die FINMA anerkennt sie als Mindeststandard, und viele Bestimmungen gelten zugleich als Umsetzung des Geldwäschereigesetzes. Verstösse können von einer Aufsichtskommission mit Konventionalstrafen geahndet werden. Für Kunden zeigt sich die VSB vor allem bei der Kontoeröffnung, wenn Ausweis, Wohnadresse und Herkunft der Vermögenswerte abgeklärt werden.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.