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ACS prüft laut Bloomberg Komplettübernahme von Hochtief: Aktie schliesst 5,5 % höher

6. November 2026, 19:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der spanische Baukonzern ACS denkt laut Bloomberg darüber nach, die deutsche Tochter Hochtief ganz zu übernehmen oder mit ihr zu fusionieren. Auch ein Börsengang der US-Tochter Turner in New York ist im Gespräch. Die Hochtief-Aktie zog kurz vor Handelsschluss an.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, ACS prüfe strategische Optionen für Hochtief. Dazu gehöre der Kauf der restlichen Aktien oder ein Zusammenschluss der beiden Konzerne. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium und könnten auch ohne Transaktion enden. ACS und Hochtief wollten sich laut Investing.com nicht äussern.

Als Teil eines Umbaus könnte der US-Baukonzern Turner Construction, eine Hochtief-Tochter, an einer New Yorker Börse kotiert werden. Turner baut unter anderem einen grossen Campus für Meta Platforms. Rechenzentren machten zur Jahresmitte laut dem Halbjahresbericht rund 42 % des Auftragsbestands von Turner aus.

Tochter wertvoller als die Mutter

ACS hält laut Bloomberg und der Agentur dpa-AFX gut 75 % an Hochtief, andere Angaben nennen rund 80 %. Bemerkenswert ist das Grössenverhältnis: Hochtief ist an der Börse rund 26 Mrd. Euro (CHF 24 Mrd.) wert, die Mutter ACS nur rund 23 Mrd. Euro (CHF 21 Mrd.). Investing.com schätzt, dass der Kauf von gut 20 % der Aktien zum aktuellen Kurs und ohne Aufschlag rund 5,2 bis 5,5 Mrd. Euro (CHF 4,8 bis 5,0 Mrd.) kosten würde.

Die Hochtief-Aktie stieg nach dem Bericht zeitweise um 9,6 % und schloss laut AWP und dpa-AFX 5,5 % höher bei 365,60 Euro (CHF 334). Damit gehörte sie zu den wenigen Gewinnern an einem Tag, an dem der Dax um 1,9 % fiel. ACS legte in Madrid rund 2 % zu.

Der KI-Bauboom ist Antrieb und Risiko

Beide Konzerne profitieren stark vom weltweiten Bau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Am 5. November meldete Hochtief einen Rekord-Auftragsbestand von 89,7 Mrd. Euro (CHF 82 Mrd.) und bestätigte das Ziel für den bereinigten Gewinn von 1,025 bis 1,1 Mrd. Euro (CHF 0,94 bis 1,0 Mrd.). Von Ende 2022 bis Mai 2026 hatte sich der Kurs mehr als verzehnfacht, bis zum Rekordhoch von 554 Euro (CHF 507).

Seither liegt die Aktie rund 34 % tiefer. Laut Bloomberg ist offen, wie sich die jüngsten Turbulenzen bei KI-Aktien nach dem Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen auf die Pläne auswirken. In den USA wächst der Widerstand gegen neue Rechenzentren, unter anderem wegen Strombedarf, Lärm und Wasserverbrauch. Einzelne Regionen haben bereits Baustopps verhängt.

Quellen

  1. Bloomberg: Spanische ACS erwägt Komplettübernahme von Hochtief (06.11.2026) – cash.ch / AWP
  2. ACS explores takeover of German subsidiary Hochtief, Bloomberg reports (06.11.2026) – Investing.com
  3. Die Tochter ist mehr wert als die Mutter: ACS prüft Komplettübernahme von Hochtief (06.11.2026) – Investing.com Deutschland
  4. Kreise: ACS erwägt Komplettübernahme von Hochtief - Turner-Börsengang? (06.11.2026) – dpa-AFX / FinanzNachrichten.de

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.