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Air France-KLM schlägt die Erwartungen, KLM baut um: 5000 Stellen betroffen, Aktie springt um bis zu 13 %

5. November 2026, 09:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Air France-KLM hat im dritten Quartal 1,35 Mrd. Euro (CHF 1,24 Mrd.) operativ verdient und die Schätzungen klar geschlagen. Zugleich greift die niederländische Tochter KLM hart durch. Die Börse feiert beides.

Air France-KLM hat am 5. November die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 7,6 % auf 9,9 Mrd. Euro (CHF 9,1 Mrd.). Der bereinigte Betriebsgewinn erreichte 1,346 Mrd. Euro (CHF 1,24 Mrd.), 126 Mio. Euro (CHF 116 Mio.) mehr als vor Jahresfrist. Analysten hatten laut Reuters nur rund 1,1 Mrd. Euro (CHF 1 Mrd.) erwartet. Der Reingewinn legte um 22 % auf 938 Mio. Euro (CHF 861 Mio.) zu.

Die Aktie sprang in Paris zeitweise um rund 13 % auf 12,75 Euro (CHF 11,70), zuletzt lag das Plus bei knapp 10 %. Lufthansa, die Mutter der Swiss, gewann gleichzeitig rund 2 %. Getragen wurde das Quartal von höheren Erlösen je Passagier. Reuters nennt die starke Nachfrage auf Direktstrecken nach Indien, Asien und Ostafrika sowie das Premium-Angebot. Die Frachterlöse stiegen um 25 % auf 677 Mio. Euro (CHF 621 Mio.).

KLM: 1 Mrd. Euro mehr Ergebnis pro Jahr

Im Zentrum steht aber KLM. Die Gesellschaft will ihr Jahresergebnis um 1 Mrd. Euro (CHF 918 Mio.) auf rund 1,4 Mrd. Euro (CHF 1,3 Mrd.) verbessern. Der Umbau betrifft rund 5000 Stellen, wobei nicht alle wegfallen. Laut niederländischen Medien wandern etwa 1250 Stellen in der Verpflegung zu Gategroup, rund 800 Bodenstellen in Schiphol zu externen Anbietern und ungefähr 2000 Stellen in den Konzern, davon 1500 im Kundencenter Cygnific. Durch höhere Produktivität verschwinden weitere rund 1000 Stellen.

Die eigene Belegschaft schrumpft damit über die nächsten Jahre um fast 15 %. KLM verlangt bis 2028 mindestens 8 % mehr Produktivität und sehr zurückhaltende Lohnrunden. Dafür braucht es neue Vereinbarungen mit den Gewerkschaften. KLM-Chefin Marjan Rintel sagte laut NOS, das Fortbestehen der Airline sei keine Selbstverständlichkeit. Finanzchef Bas Brouns sprach gegenüber Reuters von tiefgreifenden und teils schmerzhaften Massnahmen.

Treibstoffrechnung steigt erneut

Der Krieg im Nahen Osten bleibt die grosse Belastung. Für 2026 rechnet der Konzern nun mit Treibstoffkosten von 9,2 Mrd. Dollar (CHF 7,5 Mrd.), nach zuvor 8,9 Mrd. Dollar (CHF 7,3 Mrd.). Das sind 2,3 Mrd. Dollar (CHF 1,9 Mrd.) mehr als 2025. Preisabsicherungen, sogenanntes Hedging, dürften dieses Jahr 2 Mrd. Dollar (CHF 1,6 Mrd.) einbringen. Für das vierte Quartal sind 62 % des Bedarfs abgesichert, für 2027 noch 54 %. Das Kapazitätsziel 2026 sinkt auf rund 2 % Wachstum, nach zuvor 2 bis 3 %.

Quellen

  1. Air France-KLM Q3 2026 Results (05.11.2026) – Air France-KLM / GlobeNewswire
  2. Air France-KLM dépasse les attentes au T3, relève ses prévisions de facture de carburant (05.11.2026) – Reuters / Boursorama
  3. KLM kondigt grote reorganisatie aan (05.11.2026) – IEX / Headliner
  4. KLM grijpt hard in: 5.000 arbeidsplaatsen geraakt door reorganisatie, 1.000 banen verdwijnen (05.11.2026) – HBP Media
  5. KLM schrapt 5000 banen, 'voortbestaan is geen vanzelfsprekendheid' (05.11.2026) – NOS

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.