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Amgen hebt die Prognose erneut an: Neue Mittel gleichen den Einbruch bei Prolia aus

4. November 2026, 18:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der US-Biotechkonzern Amgen setzte im dritten Quartal 10,4 Mrd. Dollar (CHF 8,5 Mrd.) um, 8 % mehr als vor einem Jahr. Neue Medikamente wachsen kräftig. Doch das Abnehmmittel MariTide bleibt für viele Anleger die offene Frage.

Amgen hat am 3. November nach US-Börsenschluss Zahlen vorgelegt und beide Erwartungen der Analysten übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 14 % auf 6,45 Dollar (CHF 5,27), Reuters nennt eine Schätzung von 5,79 Dollar (CHF 4,73). Der Umsatz lag bei 10,4 Mrd. Dollar (CHF 8,5 Mrd.) nach erwarteten 10,1 Mrd. Dollar (CHF 8,3 Mrd.). Der freie Cashflow ging auf 3,7 Mrd. Dollar (CHF 3,0 Mrd.) zurück, nach 4,2 Mrd. Dollar (CHF 3,4 Mrd.) im Vorjahr.

Für 2026 erwartet Amgen nun 38,9 bis 39,7 Mrd. Dollar (CHF 31,8 bis 32,4 Mrd.) Umsatz, bisher waren es 38,2 bis 39,4 Mrd. Dollar (CHF 31,2 bis 32,2 Mrd.). Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 22,90 bis 23,70 Dollar (CHF 18,71 bis 19,36) erreichen, zuvor lag die Spanne bei 22,30 bis 23,50 Dollar (CHF 18,22 bis 19,20). Die neuen Werte liegen laut cash.ch etwa im Rahmen der Marktschätzungen.

Neue Mittel tragen das Wachstum

Das Cholesterinmittel Repatha legte um 37 % auf 1,09 Mrd. Dollar (CHF 886 Mio.) zu. Das Osteoporosemittel Evenity wuchs um 39 % auf 751 Mio. Dollar (CHF 613 Mio.), das Asthmamittel Tezspire um 43 % auf 538 Mio. Dollar (CHF 439 Mio.). Noch stärker zogen Uplizna mit einem Plus von 191 % auf 451 Mio. Dollar (CHF 368 Mio.) und das Lungenkrebsmittel Imdelltra mit 128 % auf 406 Mio. Dollar (CHF 332 Mio.) an. JPMorgan-Analyst Chris Schott traut Imdelltra laut cash.ch mehr als 5 Mrd. Dollar (CHF 4,1 Mrd.) Jahresumsatz zu.

Auf der anderen Seite stehen Prolia und Xgeva, die Nachahmerprodukte (Biosimilars) zu spüren bekommen. Prolia verlor 45 % auf 632 Mio. Dollar (CHF 516 Mio.) und verfehlte die Schätzung von 697 Mio. Dollar (CHF 569 Mio.). Xgeva sank um 47 % auf 288 Mio. Dollar (CHF 235 Mio.). Zu den Anbietern solcher Kopien gehört die Basler Sandoz, die ihre Versionen Jubbonti und Wyost im Juni 2025 in den USA lancierte.

Warten auf MariTide

Die Aktie reagierte zunächst skeptisch: Nachbörslich fiel sie um mehr als 2 %. Am Mittwoch drehte sie und notierte am frühen Abend Schweizer Zeit bei rund 477 Dollar (CHF 390), etwa 2,6 % höher. Seit Jahresbeginn hatte sie bis Dienstag bereits mehr als 40 % gewonnen. Viel hängt nun an MariTide, einer Abnehmspritze für bis zu vier Anwendungen im Jahr. Für die Phase-3-Studien zu Herzerkrankungen und Schlafapnoe sind die Teilnehmer gefunden, erste Resultate aus dem breiten Programm folgen laut Reuters aber erst 2027. Citi-Analyst Geoffrey Meacham sieht die Anleger bis zu überzeugenden Daten zurückhaltend.

Quellen

  1. Amgen Reports Third Quarter 2026 Financial Results (03.11.2026) – Amgen via Stocktitan
  2. Amgen third quarter sales rise 8%, led by cholesterol, cancer drugs (03.11.2026) – Investing.com / Reuters
  3. Gefragte Kassenschlager: Amgen wird erneut etwas optimistischer (04.11.2026) – cash.ch
  4. Denosumab Updates: Wyost and Jubbonti Launch as First Denosumab Biosimilars in the U.S. (10.07.2025) – Goodwin

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.