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Amrize senkt Jahresprognose wegen Wetter und höherer Kosten, Aktie fällt in New York nachbörslich rund 7 %

28. Oktober 2026, 23:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Baustoffkonzern Amrize ist im dritten Quartal nur leicht gewachsen und hat die Ziele für 2026 gesenkt. Regen, schwache Nachfrage nach Dachschindeln sowie teurere Fracht und teurerer Diesel belasten. An der New Yorker Börse gab die Aktie nach Handelsschluss deutlich nach.

Amrize, die frühere Nordamerika-Sparte von Holcim mit Sitz in Zug, hat am Mittwochabend nach US-Börsenschluss ihre Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 2,2 % auf 3,77 Mrd. Dollar, umgerechnet rund CHF 3,1 Mrd. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 1,076 Mrd. Dollar praktisch auf Vorjahreshöhe. Die entsprechende Marge sank um 60 Basispunkte auf 28,5 %. Laut cash.ch verfehlte das Unternehmen damit die Erwartungen der Analysten knapp.

Der Reingewinn legte um 3,3 % auf 558 Mio. Dollar zu, der bereinigte Gewinn je Aktie stagnierte bei 1,05 Dollar. Deutlich schwächer fiel der freie Mittelfluss aus: Er sank im Quartal auf 435 Mio. Dollar nach 674 Mio. Dollar im Vorjahr.

Weniger Zement verkauft, Dachgeschäft unter Druck

Höhere Preise und Zukäufe trieben den Umsatz, sinkende Mengen bremsten. Amrize verkaufte 6,8 Mio. Tonnen Zement, 4,2 % weniger als vor einem Jahr. Das Unternehmen nennt ungünstiges Wetter im Nordosten, Süden und in der Mitte der USA als Grund. Beim Kies und Schotter blieb die Menge stabil, der Preis pro Tonne stieg aber um 6,6 %. Die grössere Sparte Building Materials steigerte ihre Marge sogar leicht auf 33,0 %.

Schwierig lief es im Bereich Building Envelope mit Dächern und Gebäudehüllen. Der Umsatz wuchs zwar um 3,6 % auf 929 Mio. Dollar, das Segmentergebnis brach aber um 14,6 % ein. Teurere Fracht und Rohstoffe drückten die Marge um 4,1 Prozentpunkte auf 19,6 %. Zudem fehlten grössere Stürme, die sonst die Nachfrage nach Dachschindeln ankurbeln, und der Handel mit bestehenden Häusern blieb träge. Höhere Kosten will Amrize in diesem Bereich erst 2027 vollständig über die Preise weitergeben können.

Zweite Korrektur innert drei Monaten

Für 2026 erwartet Amrize nun einen Umsatz von 12,2 bis 12,4 Mrd. Dollar statt 12,5 bis 12,7 Mrd. Dollar. Beim bereinigten EBITDA rechnet der Konzern noch mit 2,95 bis 3,05 Mrd. Dollar, nach zuvor 3,1 bis 3,2 Mrd. Dollar. Bezogen auf die Mitte der Spannen entspricht das einem Abschlag von rund 2,4 % beim Umsatz und rund 4,8 % beim EBITDA. Bereits im August hatte Amrize das Gewinnziel wegen der vom Ölpreis getriebenen Kosten angepasst.

Chef und Präsident Jan Jenisch sprach in der Mitteilung trotzdem von «widerstandsfähigen Resultaten» und verwies auf langfristige Treiber wie Rechenzentren, Energieprojekte und Infrastruktur. Das Sparprogramm Aspire soll 2026 wie geplant 80 Mio. Dollar einbringen. Das Aktienrückkaufprogramm über 1 Mrd. Dollar, rund 4 % des Kapitals, ist am 28. Oktober abgeschlossen worden. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,11 Dollar je Aktie und wird aus Kapitaleinlagereserven ohne Schweizer Verrechnungssteuer ausbezahlt.

An der New Yorker Börse schloss die Aktie den regulären Handel bei 40,03 Dollar. Im nachbörslichen Handel fiel sie zeitweise auf rund 37,26 Dollar, ein Minus von knapp 7 %. In Zürich hatte das Papier am Mittwoch bei CHF 33,09 geschlossen, also vor Veröffentlichung der Zahlen.

Quellen

  1. Amrize Third Quarter 2026 Results, Press Release (28.10.2026) – Amrize / SEC Form 8-K
  2. Amrize kämpft mit Gegenwind und senkt Prognose für das Gesamtjahr (28.10.2026) – cash.ch
  3. Amrize Second Quarter 2026 Results (06.08.2026) – Amrize / SEC Form 8-K

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.