Update: Apple warnt vor Speicherkosten, Marge soll auf 45 bis 46 % sinken, Aktie fällt nachbörslich
Apple hat ein starkes Quartal gemeldet, doch der Ausblick dämpft die Stimmung. Für das Weihnachtsgeschäft rechnet der Konzern mit Rekordumsatz, aber klar tieferer Bruttomarge. Teure Speicherchips sind der Hauptgrund. Die Aktie gab nachbörslich gut 2 % nach.
Update, 00.45 Uhr: Inzwischen liegt die Prognose vor. Apple erwartet im Quartal bis Ende Dezember 7 bis 10 % mehr Umsatz, die Bruttomarge soll aber auf 45 bis 46 % fallen, nach 47,9 % im abgelaufenen Quartal. Die Aktie notierte nachbörslich bei rund 330 Dollar (CHF 271), gut 2 % unter dem Schlusskurs von 338,32 Dollar (CHF 277). Kurz nach den Zahlen hatte sie erst leicht nachgegeben.
Rekordumsatz, aber weniger Marge
Vor einem Jahr setzte Apple im Dezemberquartal 143,8 Mrd. Dollar (CHF 118 Mrd.) um. Die Prognose ergibt rechnerisch rund 154 bis 158 Mrd. Dollar (CHF 126 bis 130 Mrd.), laut Finanzchef Kevan Parekh wäre das der beste Quartalsumsatz der Firmengeschichte. Die Dienste sollen um 8 bis 9 % wachsen. Die Betriebskosten veranschlagt Apple auf 20,4 bis 20,8 Mrd. Dollar (CHF 16,7 bis 17 Mrd.). Das Liefervolumen bleibt begrenzt: Die Prognose spiegle die beste Einschätzung bei knappem Angebot, sagte Parekh sinngemäss.
Konzernchef John Ternus nannte die Preisentwicklung bei Speicherchips beispiellos. Die Kosten dürften auch nach dem Dezemberquartal weiter steigen. Apple hält mit Preiserhöhungen bei iPhone, iPad und Mac dagegen und nutzt günstig eingekaufte Bestände. Dieser Vorteil werde aber mit der Zeit abnehmen. Zusätzlich belastet die Einführung von Siri AI, weil sie die Cloud-Kosten erhöht und ein Teil der Erlöse über die Nutzungsdauer der Geräte verbucht wird.
Die Vorsorge zeigt sich in der Bilanz. Die Lagerbestände stiegen laut TechCrunch auf 14,54 Mrd. Dollar (CHF 11,9 Mrd.), nach 5,72 Mrd. Dollar (CHF 4,7 Mrd.) vor einem Jahr. Die Einkaufsverpflichtungen wuchsen innert eines Quartals um 33 Mrd. Dollar (CHF 27 Mrd.). Für Aktienrückkäufe gab Apple 24 Mrd. Dollar (CHF 19,7 Mrd.) aus.
Die Zahlen zum September-Quartal
Der Umsatz stieg um 12 % auf 114,5 Mrd. Dollar (CHF 93,7 Mrd.), erwartet waren rund 113,5 Mrd. Dollar (CHF 92,9 Mrd.). Der Gewinn erreichte 30,7 Mrd. Dollar (CHF 25,1 Mrd.), der Gewinn je Aktie 2,10 Dollar (CHF 1,72). Zollrückzahlungen steuerten 5 Cent (CHF 0,04) dazu bei und rund einen Prozentpunkt zur Bruttomarge.
Das iPhone wuchs um 17,5 % auf 57,58 Mrd. Dollar (CHF 47,1 Mrd.), der Mac um fast 24 % auf 10,79 Mrd. Dollar (CHF 8,8 Mrd.). Das iPad verlor gut 10 %, laut Apple auch wegen Lieferengpässen. Im Grossraum China stieg der Umsatz um 21 % auf 17,54 Mrd. Dollar (CHF 14,4 Mrd.), blieb aber unter der von Yahoo Finance genannten Schätzung von 18,75 Mrd. Dollar (CHF 15,4 Mrd.).
Für Ternus war es die erste Bilanz als Konzernchef, er hatte am 1. September von Tim Cook übernommen. Das Geschäftsjahr brachte mit 478,8 Mrd. Dollar (CHF 392 Mrd.) Umsatz einen Rekord.
Quellen
- Hello, everyone, it’s John: Apple’s Q4 2026 earnings call transcript (02.11.2026) – Six Colors
- Apple says memory costs and Siri AI will weigh on holiday quarter profit margins (02.11.2026) – 9to5Mac
- Apple's inventory surges 154% as memory chip costs climb (02.11.2026) – TechCrunch
- Apple earnings live: Apple beats Q4 estimates on strong iPhone sales but misses on China revenue (02.11.2026) – Yahoo Finance
- Apple bought back $24 billion of stock in the quarter as purchase commitments jump $33 billion (02.11.2026) – investingLive
- Apples iPhone-Geschäft über Börsenerwartungen (02.11.2026) – Handelsblatt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.