Unternehmen

Audi prüft Ausbau des US-Werks: Weitere 3 Mrd. Dollar (CHF 2,4 Mrd.) und 3000 Stellen bis 2033

6. November 2026, 02:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Das geplante Audi-Werk in Georgia könnte fast doppelt so gross werden. Unterlagen aus dem US-Bundesstaat zeigen eine Option auf eine zweite Bauphase. Das Gesamtprojekt käme damit auf 7 Mrd. Dollar (CHF 5,7 Mrd.). Audi äussert sich nicht dazu.

Audi erwägt, sein erstes Werk in den USA schon vor dem Baustart grösser zu planen. Das geht laut Reuters und dem Spiegel aus Dokumenten einer Wirtschaftsförderungsbehörde hervor. Neben der bekannten Fabrik für 4 Mrd. Dollar (CHF 3,3 Mrd.) ist eine zweite Phase für weitere 3 Mrd. Dollar (CHF 2,4 Mrd.) vorgesehen. Sie soll bis 2033 zusätzlich 3000 Stellen bringen. Bereits am 2. November hatten Atlanta News First und die Zeitung Atlanta Journal-Constitution darüber berichtet.

Eine feste Zusage ist das nicht. Audi kann die Erweiterung bis Ende 2033 auslösen, muss es aber nicht. Die Unterlagen sind laut der Atlanta Journal-Constitution zudem noch nicht unterschrieben: Die lokale Behörde hat ihre Seite unterzeichnet, Georgia und Audi of America müssen noch zustimmen. Audi wollte sich nicht äussern.

Viel Staatsgeld für Audi

Die erste Phase sieht rund 4500 Beschäftigte und 200 000 Fahrzeuge im Jahr vor, die volle Produktion ist für 2031 geplant. Laut den Dokumenten stehen dafür Anreize von mindestens 958,4 Mio. Dollar (CHF 783 Mio.) bereit, darunter Steuererleichterungen, Zuschüsse, Geld für Strassen und ein Schulungszentrum. Der zweite Abschnitt brächte weitere Steuererleichterungen von geschätzt 361,1 Mio. Dollar (CHF 295 Mio.) über 20 Jahre. Holt Audi nicht mindestens 80 % der zugesagten Investitionen und Stellen, drohen Rückforderungen.

Zum Vergleich: Hyundai erhielt laut der Zeitung für sein Projekt über 7,6 Mrd. Dollar (CHF 6,2 Mrd.) rund 2,1 Mrd. Dollar (CHF 1,7 Mrd.), Rivian für 5 Mrd. Dollar (CHF 4,1 Mrd.) rund 1,5 Mrd. Dollar (CHF 1,2 Mrd.).

Der Zoll ist der eigentliche Hebel

Für den Konzern geht es vor allem um die Importe. Bisher kommen alle Audi für den US-Markt aus Europa oder Mexiko. Die US-Zölle kosteten die Marke im vergangenen Jahr rund 1,2 Mrd. Euro (CHF 1,1 Mrd.). Laut Reuters forderte Audi eine Senkung des Satzes für EU-Importe von 15 % auf 7,5 %, erwartet wird ein effektiver Satz von rund 10 %. Offen ist, wann er gelten soll und für welche Modelle. Laut Insidern könnten auch andere Hersteller solche Bedingungen erhalten, wenn sie Produktion in die USA verlagern.

Der Entscheid ist auch für die Standorte in Europa heikel. Laut Spiegel könnte das Werk Neckarsulm nach 2030 vor dem Aus stehen. Die Zukunft des Standorts ist nicht geklärt.

Quellen

  1. Audi could expand future Georgia plant to $7B with 6K jobs, docs show (02.11.2026) – The Atlanta Journal-Constitution
  2. Inside Audi's middle Georgia deal: How a second phase could make the project even bigger (02.11.2026) – Atlanta News First
  3. Audi könnte den Umfang seines neuen Automobilwerks in den USA um 3 Milliarden Dollar aufstocken (05.11.2026) – Reuters via TradingView
  4. Audi considers $3 billion second phase of Georgia plant — Der Spiegel (06.11.2026) – UA.News
  5. Weitere drei Milliarden Dollar: Audi erwägt den Ausbau seines geplanten US-Werks (06.11.2026) – ntv.de via Lomazoma
  6. USA bieten Audi laut Insider zehn Prozent Zoll für Einfuhren an (29.10.2026) – cash.ch / Reuters

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.