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Avolta beschleunigt das Wachstum im dritten Quartal auf 4,6 %, die Marge bleibt unter dem Vorjahr

29. Oktober 2026, 07:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Basler Reisedetailhändler Avolta hat im dritten Quartal wieder an Tempo gewonnen. Umsatz, organisches Wachstum und Cashflow lagen über den Erwartungen der Analysten. Die Marge hinkt dem Vorjahr wegen des Iran-Kriegs und teurer Neueröffnungen aber weiter hinterher.

Avolta hat am 29. Oktober vor Börsenbeginn die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der bereinigte Umsatz (Core-Umsatz) stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf CHF 4,0 Mrd. Organisch, also ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, wuchs das Geschäft um 4,6 %. Im zweiten Quartal waren es nur 2,9 % gewesen, im ersten 4,7 %.

Laut der Nachrichtenagentur AWP übertraf der Duty-Free- und Gastronomiekonzern damit die Erwartungen der Analysten beim Umsatz, beim organischen Wachstum und beim Cashflow. Die Marge entsprach den Prognosen. Für den Oktober meldet Avolta vorläufig ein organisches Plus von rund 4 %, mit Zuwächsen in allen Regionen.

Asien zieht, Europa und Amerika wachsen langsam

Über die ersten neun Monate kam Avolta auf einen Core-Umsatz von CHF 10,44 Mrd., kaum mehr als im Vorjahr. Organisch betrug das Plus 4,1 %. Ohne die Folgen des Kriegs im Nahen Osten wären es nach Firmenangaben 5,2 % gewesen. Regional zeigt sich ein deutliches Gefälle: Asien-Pazifik wuchs organisch um 23,6 %, Lateinamerika um 4,2 %, Europa mit Nahost und Afrika (EMEA) sowie Nordamerika je um 2,6 %. Im dritten Quartal schloss Avolta zudem die Übernahmen von DFS Okinawa und Penha Duty Free ab.

Anlaufkosten in Schanghai und New York drücken die Marge

Die bereinigte EBITDA-Marge lag im dritten Quartal bei 11,6 %. Das sind rund 40 Basispunkte weniger als vor einem Jahr. Im zweiten Quartal hatte der Abstand noch 60 Basispunkte betragen. Für die neun Monate sank die Marge um 20 Basispunkte auf 10,0 %. Belastet haben der Iran-Krieg und Anlaufkosten neuer Standorte, vor allem am Flughafen Shanghai-Pudong und am New Yorker Flughafen JFK. Ohne diese Effekte hätte die Marge laut Avolta bei 10,4 % gelegen und damit um 20 Basispunkte zugelegt.

Beim Geld, das den Aktionären nach Investitionen und Zinsen zur Verfügung steht (Equity Free Cashflow), steigerte Avolta das Quartalsergebnis um 2,4 % auf CHF 294 Mio. Über neun Monate blieb er mit CHF 501 Mio. praktisch auf Vorjahresniveau. Für Aktienrückkäufe gab der Konzern bisher CHF 191 Mio. aus, nach CHF 129 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Nettoverschuldung betrug CHF 2,73 Mrd., das Doppelte des bereinigten EBITDA.

Mittelfristziele bestätigt

Konzernchef Xavier Rossinyol bezeichnete die Entwicklung in der Mitteilung als erfreulich widerstandsfähig, mit zunehmendem Schwung. Avolta hält an den Zielen der Strategie «Destination 2027» fest: organisch 5 bis 7 % Wachstum pro Jahr und eine jährliche Verbesserung der EBITDA-Marge um 20 bis 40 Basispunkte. Für 2026 rechnet der Konzern beim ausgewiesenen Umsatz mit einem negativen Währungseffekt von rund 2 %. Die Aktie hatte am Mittwoch bei CHF 45,12 geschlossen.

Quellen

  1. Avolta delivers accelerating quarterly growth and margin progression in Q3 (29.10.2026) – Avolta / finanzen.ch
  2. Avolta steigert Umsatz im dritten Quartal - Jahresziele bestätigt (29.10.2026) – cash.ch
  3. Avolta steigert Umsatz im dritten Quartal (29.10.2026) – finanzen.ch / AWP

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.