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Bayer hebt die Prognose an: Pharma überrascht, Aktie steigt über 6 %, doch unter dem Strich bleibt Verlust

3. November 2026, 09:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Bayer hat im dritten Quartal klar mehr verdient als erwartet und die Jahresziele erhöht. Treiber sind die neuen Medikamente Nubeqa und Kerendia. Das Agrargeschäft enttäuscht jedoch, und unter dem Strich schreibt der Konzern weiter rote Zahlen.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 4,1 % auf 10,05 Mrd. Euro (CHF 9,2 Mrd.). Der bereinigte operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) nahm um 6,9 % auf 1,62 Mrd. Euro (CHF 1,5 Mrd.) zu. Analysten hatten laut Handelsblatt im Schnitt einen Rückgang auf 1,43 Mrd. Euro (CHF 1,3 Mrd.) erwartet.

Für das Gesamtjahr rechnet Bayer nun währungsbereinigt mit einem bereinigten Ebitda von 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro (CHF 9,0 bis 9,4 Mrd.), nach zuvor 9,6 bis 10,1 Mrd. Euro (CHF 8,8 bis 9,2 Mrd.). Der erwartete Mittelabfluss schrumpft auf 0,5 bis 1,5 Mrd. Euro (CHF 0,5 bis 1,4 Mrd.). Die Nettoverschuldung soll zum Jahresende noch 28 bis 29 Mrd. Euro (CHF 26 bis 27 Mrd.) betragen, eine Milliarde weniger als bisher geplant.

Neue Mittel ersetzen alte Kassenschlager

Das Pharmageschäft setzte 4,68 Mrd. Euro (CHF 4,3 Mrd.) um, rund 5 % mehr als von Analysten erwartet. Das Sparten-Ebitda stieg um fast einen Viertel auf 1,29 Mrd. Euro (CHF 1,2 Mrd.). Das Prostatakrebsmittel Nubeqa wuchs um knapp 61 % und erreichte rund 1 Mrd. Euro (CHF 0,9 Mrd.) Quartalsumsatz, das Nierenmittel Kerendia legte um 69 % zu. Damit glich Bayer die Einbussen beim Blutverdünner Xarelto, dessen Patente auslaufen, und beim Augenmittel Eylea aus.

Konzernchef Bill Anderson sagte gemäss der Nachrichtenagentur Reuters, Bayer habe bei der Wachstumskurve der Pharmasparte einen Wendepunkt erreicht. Die Zielmarge der Sparte liegt laut Handelsblatt nun bei 25 bis 27 %.

Schwaches Agrargeschäft und roter Strich

Weniger gut lief es in der Sparte Crop Science. Ihr bereinigtes Ebitda fiel auf 101 Mio. Euro (CHF 92 Mio.), erwartet waren laut Reuters 164 Mio. Euro (CHF 150 Mio.). Belastend wirkten höhere Vertriebskosten und schwächere Verkäufe in Europa, Nahost, Afrika und Asien-Pazifik. Consumer Health lieferte 347 Mio. Euro (CHF 317 Mio.).

Unter dem Strich steht ein Verlust von 672 Mio. Euro (CHF 614 Mio.), nach 963 Mio. Euro (CHF 880 Mio.) vor einem Jahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank auf 0,31 Euro (CHF 0,28) und verfehlte die Schätzung von 0,39 Euro (CHF 0,36). Offen bleibt auch der Glyphosat-Sammelvergleich, den ein Gericht noch billigen muss. Die Altlasten stammen aus der Übernahme von Monsanto für 63 Mrd. Dollar (CHF 51 Mrd.) im Jahr 2018.

An der Börse überwog die Freude: Die Aktie stieg am Dienstagmorgen im Frankfurter Handel um über 6 % auf gut 53 Euro (CHF 48). Sie lag schon vor dem Zahlentag seit Jahresbeginn deutlich im Plus.

Quellen

  1. Quartalsergebnis: Bayer hebt die Jahresziele an – Konzernchef sieht «Wendepunkt» (03.11.2026) – Handelsblatt
  2. Bayer hikes 2026 profit outlook as pharma unit beats expectations (03.11.2026) – Reuters via 93.3 The Drive
  3. Bayer mit Zahlen: Prognose erhöht (03.11.2026) – Der Aktionär
  4. Bayer Aktie: Bayer übertrifft Q3-Erwartungen und hebt Jahresprognose an (03.11.2026) – Goldesel

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.