Berkshire-Versorger Pacific Power will die Strompreise in Kalifornien um 57 % erhöhen
Pacific Power, eine Tochter von Warren Buffetts Berkshire Hathaway, hat in Kalifornien einen Tarifaufschlag von 57 % beantragt. Eine typische Haushaltsrechnung stiege um 120 Dollar (CHF 98) im Monat. Separat will das Unternehmen Kosten aus zwei Waldbränden auf die Kunden überwälzen.
Pacific Power hat am Freitag, 6. November, bei der kalifornischen Regulierungsbehörde California Public Utilities Commission (CPUC) eine Erhöhung der Stromtarife um 57 % beantragt. Das berichtet Seeking Alpha. Für einen typischen Privathaushalt würde die Stromrechnung damit um 120 Dollar (CHF 98) pro Monat steigen. Die Basiseinnahmen des Versorgers in Kalifornien sollen um 103 Mio. Dollar (CHF 84 Mio.) pro Jahr zunehmen. Begründet wird der Antrag mit Investitionen.
Pacific Power ist der Markenname von PacifiCorp, einem Versorger im Westen der USA, der zur Energiesparte Berkshire Hathaway Energy gehört. Auf seiner Webseite führt PacifiCorp für November einen neuen allgemeinen Tarifantrag für 2027 auf, ein sogenanntes General Rate Case. In einem solchen Verfahren legt die Behörde fest, welche Einnahmen ein Versorger für Betrieb, Investitionen und Kapitalrendite verlangen darf.
Waldbrandkosten kommen noch dazu
Der neue Antrag ist nicht die einzige Belastung für die Kunden. Bereits im Februar 2026 hatte Pacific Power bei der CPUC beantragt, Haftungs- und Anwaltskosten aus den Waldbränden Slater (2020) und McKinney (2022) zurückzuholen. Laut der Kundeninformation der Behörde geht es um zusätzliche Einnahmen von 34,5 Mio. Dollar (CHF 28 Mio.) pro Jahr, ein Plus von 18,8 %. Ein Haushalt mit 850 Kilowattstunden Verbrauch im Monat würde 2027 rund 39 Dollar (CHF 32) mehr bezahlen. Die Kosten sollen über 15 Jahre verteilt und über spezielle Anleihen finanziert werden, was die Belastung pro Jahr dämpft.
Hintergrund ist das strenge kalifornische Haftungsrecht. Versorger müssen dort für Schäden aus Bränden, die ihre Anlagen ausgelöst haben, auch dann aufkommen, wenn sie ihre Anlagen sorgfältig betrieben haben.
Behörde entscheidet
Ob und in welcher Höhe die Aufschläge kommen, entscheidet die CPUC. Die Behörde muss den Antrag zuerst prüfen, die Kunden werden dazu angehört. PacifiCorp hat in Kalifornien zudem weitere Verfahren hängig, darunter einen Antrag zum Verkauf von Anlagen im Bundesstaat Washington.
Quellen
- Berkshire Hathaway utility asks California regulators for 57% rate increase (06.11.2026) – Seeking Alpha
- Pacific Power: Wildfire Expense Memorandum Account, A.26-02-021 (abgerufen 07.11.2026) – California Public Utilities Commission
- California Regulatory Filings (abgerufen 07.11.2026) – Pacific Power
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.