Rückstellung
Auch gesucht als: Rückstellungen, Kreditausfallrückstellung, Risikovorsorge, Provision, Provisions
- 🇬🇧 Englisch
- provision
- 🇫🇷 Französisch
- provision
- 🇮🇹 Italienisch
- accantonamento
Eine Rückstellung ist ein Betrag, den ein Unternehmen in der Bilanz für eine wahrscheinliche künftige Verpflichtung zurücklegt, deren Höhe oder Zeitpunkt noch nicht genau feststeht – etwa für einen Rechtsstreit oder Garantiefälle.
Rückstellungen werden gebildet, wenn ein Ereignis aus der Vergangenheit wahrscheinlich zu einem Geldabfluss führt, etwa ein laufender Prozess, Garantiearbeiten, Rückbaupflichten oder ein beschlossener Stellenabbau. Die Bildung belastet die Erfolgsrechnung sofort, auch wenn erst später bezahlt wird. Fällt die Verpflichtung tiefer aus als erwartet, wird die Rückstellung aufgelöst, was den Gewinn erhöht.
Bei Banken heisst die Vorsorge für mögliche Kreditausfälle Kreditausfallrückstellung oder Risikovorsorge. Steigt sie stark, deutet das auf eine erwartete Verschlechterung der Kreditqualität hin – typischerweise in einer Rezession. Für Anleger sind Rückstellungen auch ein Ermessensspielraum: Zu grosszügige Rückstellungen in guten Jahren können später aufgelöst werden und Gewinne glätten. Im Englischen heisst die Rückstellung «Provision» – nicht zu verwechseln mit der Kommission im deutschen Sinn.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.