Schweiz

Burckhardt Compression: Bestellungen steigen überraschend um 5,4 %, Umsatz fällt um 11 %

3. November 2026, 07:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Winterthurer Kompressorenbauer hat im ersten Geschäftshalbjahr mehr Aufträge erhalten, als Analysten erwartet hatten. Umsatz und Gewinn sanken zwar, doch der Konzern bestätigt seinen Ausblick und setzt auf ein stärkeres zweites Halbjahr.

Burckhardt Compression meldete am 3. November für das Halbjahr von April bis September einen Auftragseingang von 422,5 Mio. Franken. Das sind 5,4 % mehr als im Vorjahr, um Währungs- und Übernahmeeffekte bereinigt noch 2,9 %. Laut AWP hatten Analysten mit einem erneuten Rückgang von über 6 % gerechnet. Der Vergleichswert war allerdings tief: Im Vorjahr waren die Bestellungen um mehr als ein Drittel eingebrochen.

Das Neumaschinengeschäft (Systems) legte bei den Aufträgen um 6,3 % auf 260,9 Mio. Franken zu, das Servicegeschäft um 4,1 % auf 161,6 Mio. Franken. Als Treiber nennt das Unternehmen vor allem den Schiffsmarkt mit LNG- und LPG-Tankern. Dazu kommen ein Auftrag für das erste grosse CO₂-Transportschiff des Projekts Northern Lights sowie Wasserstoffanwendungen in der Halbleiterindustrie in Taiwan und Korea.

Weniger Umsatz wegen Projektplanung

Der Umsatz fiel um 11,1 % auf 459,0 Mio. Franken. Burckhardt begründet das mit einem gesunkenen Auftragsbestand und dem Zeitplan der Projekte. Der Betriebsgewinn (EBIT) ging um 15,4 % auf 55,5 Mio. Franken zurück, die EBIT-Marge auf 12,1 % nach 12,7 %. Ohne Restrukturierungskosten von 3,4 Mio. Franken wären es 12,8 % gewesen. Der Reingewinn sank um 11,6 % auf 43,0 Mio. Franken.

Belastend wirkten laut Mitteilung Überkapazitäten und verzögerte Investitionen in China sowie Logistik- und Rohstoffengpässe wegen der Lage im Nahen Osten. Im Service sank die Bruttomarge auf 47,1 % nach 47,8 %. Eine Erholung der Wartungsarbeiten bei Kunden im Nahen Osten und in Asien erwartet das Unternehmen erst, wenn sich die Lage in der Strasse von Hormus normalisiert.

Ausblick bestätigt, Stellenabbau läuft

Für das Geschäftsjahr bis März 2027 hält Burckhardt an einem Umsatz von 900 Mio. bis 1 Mrd. Franken und einer EBIT-Marge von rund 12 % fest. Im Vorjahr waren es 1,06 Mrd. Franken und 13,3 %. Das zweite Halbjahr soll umsatzstärker ausfallen als das erste.

Das im August angekündigte Sparprogramm bleibt bestehen. Laut AWP fallen 220 Stellen weg, davon 150 in Winterthur. Ab dem Geschäftsjahr 2027 sollen die Massnahmen jährlich rund 20 Mio. Franken einsparen. CEO Fabrice Billard sagte, das Unternehmen erschliesse neue Märkte und kehre trotz kurzfristiger Unsicherheiten zu Wachstum zurück. Unverändert gelten die Mittelfristziele von 1,2 Mrd. Franken Umsatz und 12 bis 15 % Marge, einen Termin nennt der Konzern dafür aber nicht mehr. Die Aktie schloss am Montag bei 475 Franken, das 52-Wochen-Hoch liegt bei 595 Franken.

Quellen

  1. Burckhardt Compression steigert Auftragseingang und bestätigt Ausblick (03.11.2026) – Burckhardt Compression
  2. Burckhardt Compression holt überraschend mehr Bestellungen an Land (03.11.2026) – cash.ch / AWP

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.