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China: CO2-Ausstoss fällt um 3,1 %, Ölverbrauch im Verkehr um 9 %, Elektroautos auf Rekordanteil

6. November 2026, 04:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Chinas CO2-Emissionen sind im dritten Quartal so stark gesunken wie seit den Lockdowns von 2022 nicht mehr. Eine neue Analyse nennt den Ölschock durch die Hormus-Krise und den Elektroauto-Boom als Treiber. Für den weltweiten Ölmarkt ist das eine wichtige Nachricht.

Von Juli bis September ging der CO2-Ausstoss Chinas im Vorjahresvergleich um geschätzte 3,1 % zurück. Das zeigt eine am 6. November auf dem Fachportal Carbon Brief veröffentlichte Auswertung von Lauri Myllyvirta vom Centre for Research on Energy and Clean Air (Crea). Seit Jahresbeginn beträgt das Minus erst 0,5 %. China steht laut der Nachrichtenagentur AFP für mehr als 30 % der weltweiten Treibhausgase.

Öl verliert am stärksten

Der Ölverbrauch sank insgesamt um 4 %, im Verkehr sogar um 9 %. Die Hormus-Krise traf die Ölversorgung des weltgrössten Rohölimporteurs und verteuerte den Treibstoff. Gleichzeitig kommt die Elektrifizierung voran: Im September erreichten Elektroautos einen Rekordanteil von 67 % an den Neuwagenverkäufen. Bei schweren Lastwagen waren es 50 %.

Myllyvirta warnt allerdings vor voreiligen Schlüssen. Sinken die Preise wieder, werde der Ölverbrauch teilweise zurückkommen, sagte er laut AFP. Der Schock habe aber den Wechsel weg vom Öl klar beschleunigt.

Kohle verliert Betriebsstunden, nicht Kraftwerke

Der Kohleverbrauch ging um 3 % zurück, die Stromerzeugung aus Kohle um 3,3 %. Solar-, Wind- und Kernkraftwerke lieferten zusammen 110 Terawattstunden mehr, mehr als doppelt so viel wie der Zuwachs des gesamten Strombedarfs. Das entspricht laut der Analyse der deutschen Stromproduktion im gleichen Zeitraum. Laut der chinesischen Energiebehörde fiel der Anteil der Kohle an der Stromerzeugung im ersten Halbjahr erstmals unter 50 %, wie das Handelsblatt berichtet.

Das heisst nicht, dass China aus der Kohle aussteigt. Neue Kohlekraftwerke entstehen weiter in fast rekordhohem Tempo, die bestehenden laufen aber weniger Stunden. Auch die schwache Bautätigkeit spielt mit: Zement und Stahl stossen weniger CO2 aus, weil weniger gebaut wird. Dazu kamen mildes Wetter und ein langsameres Wachstum der Kohlechemie. Die Abnahme ist also zum Teil konjunkturell bedingt.

Die Zahlen erscheinen rund eine Woche vor der Klimakonferenz COP31 im türkischen Antalya. Als Ziel für die Klimaneutralität nennt China das Jahr 2060.

Quellen

  1. Analysis: China’s quarterly CO2 falls 3% in largest drop since Covid (06.11.2026) – Carbon Brief
  2. China sees fastest emissions drop since Covid due to Mideast war: report (06.11.2026) – Arab News (AFP)
  3. Chinas CO2-Ausstoss laut Analyse deutlich gesunken (06.11.2026) – Handelsblatt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.