Nachhaltigkeit (ESG)
Auch gesucht als: ESG, nachhaltige Anlagen, Nachhaltigkeitsrisiken, Greenwashing, Sustainable Finance
- 🇬🇧 Englisch
- sustainability (ESG)
- 🇫🇷 Französisch
- durabilité (ESG)
- 🇮🇹 Italienisch
- sostenibilità (ESG)
Nachhaltiges Anlegen berücksichtigt neben Rendite und Risiko auch Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance), abgekürzt ESG.
Es gibt verschiedene Ansätze: Beim Ausschlussverfahren werden etwa Waffen-, Kohle- oder Tabakfirmen gemieden. Beim Best-in-Class-Ansatz wählt man in jeder Branche die Unternehmen mit den besten ESG-Bewertungen. Impact Investing will gezielt messbare positive Wirkungen erzielen, und beim aktiven Aktionärsdialog nutzen Investoren ihre Stimmrechte, um Firmen zu Verbesserungen zu bewegen. Grundlage sind oft ESG-Ratings spezialisierter Anbieter, die allerdings je nach Methode deutlich voneinander abweichen können.
Nachhaltigkeitsrisiken wie Klimawandel, strengere Umweltregeln oder Reputationsschäden können sich direkt auf den Wert einer Anlage auswirken. Ein verbreitetes Problem ist Greenwashing: Produkte werden nachhaltiger dargestellt, als sie sind. In der Schweiz begegnen Bankiervereinigung und Asset Management Association diesem Risiko mit Selbstregulierungen, und die FINMA verlangt eine transparente Information der Kunden. Grosse Publikumsgesellschaften müssen zudem über Umwelt-, Sozial- und Klimabelange berichten. Ob nachhaltige Anlagen langfristig mehr oder weniger rentieren, ist umstritten.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.