Doordash übernimmt Instacart für rund 17 Mrd. Dollar und zahlt 65 Dollar je Aktie
Der US-Lieferdienst Doordash kauft seinen Rivalen Instacart für rund 17 Mrd. Dollar, mindestens drei Viertel davon in bar. Gleichzeitig legt Doordash starke Quartalszahlen vor, die Aktie steigt vorbörslich um rund 7 %.
Doordash hat am 29. Oktober eine Vereinbarung zur Übernahme von Instacart bekanntgegeben. Die Muttergesellschaft Maplebear wird mit rund 17 Mrd. Dollar bewertet, umgerechnet etwa CHF 14,1 Mrd. Der Verwaltungsrat von Instacart hat dem Angebot einstimmig zugestimmt. Aktionäre mit rund 19 % der Instacart-Aktien haben bereits zugesagt, dafür zu stimmen.
Bargeld, Aktien oder eine Mischung
Instacart-Aktionäre können zwischen drei Varianten wählen: 65 Dollar in bar, 0,3372 Doordash-Aktien oder eine Mischung aus 48,75 Dollar und 0,0843 Doordash-Aktien. Insgesamt sollen mindestens 75 % in bar fliessen. Der Preis liegt 26 % über dem Schlusskurs vom 22. Oktober, dem letzten Handelstag vor ersten Medienberichten über die Gespräche. Gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch von 58,42 Dollar beträgt der Aufschlag noch gut 11 %. Den Baranteil finanziert Doordash mit eigenen Mitteln und Schulden. JPMorgan hat dafür einen Überbrückungskredit mit einer Laufzeit von 364 Tagen zugesagt. Doordash will dabei seine Bonitätsnote im Investment-Grade-Bereich halten, also im Bereich solider Schuldner.
Doordash-Chef Tony Xu bezeichnete den Lebensmittelhandel als einen der schwierigsten Bereiche im Online-Geschäft. Instacart-Chef Chris Rogers erklärte, mit Doordash könne das Unternehmen noch mehr erreichen. Für Kunden sollen künftig über 50 000 zusätzliche Geschäfte erreichbar sein. Wer heute beide Abos nutzt, soll nur noch eines bezahlen. Marke und App von Instacart will Doordash behalten.
Lange Wartezeit wegen Wettbewerbsbehörden
Der Abschluss wird erst Ende 2027 oder im ersten Halbjahr 2028 erwartet. Nötig sind die Zustimmung der Instacart-Aktionäre, die Freigabe der US-Wettbewerbsbehörden sowie Genehmigungen unter anderem in Kanada und Israel. Instacart hat seine Prognosen ausgesetzt und die für den 5. November geplante Telefonkonferenz zu den Zahlen abgesagt. Im dritten Quartal steigerte Instacart den Umsatz um 17 % auf 1,1 Mrd. Dollar, der Reingewinn lag bei 147 Mio. Dollar.
Der Deal reiht sich in eine Welle von Zusammenschlüssen in der Branche ein. Nach dem Ende des Booms aus der Pandemiezeit steigen Kosten und Auflagen für Kuriere, wie Handelsblatt unter Berufung auf Reuters schreibt. Wolt und Deliveroo gehören bereits zu Doordash, Uber kauft die deutsche Delivery Hero für 15 Mrd. Dollar.
Starkes Quartal stützt die Doordash-Aktie
Doordash selbst steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 34 % auf 4,62 Mrd. Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten leicht. Die Zahl der Bestellungen wuchs um 28 % auf 993 Millionen. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,06 Dollar deutlich über den erwarteten 0,81 Dollar. Die Prognose für das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) im vierten Quartal liegt mit rund 1 Mrd. Dollar in der Mitte allerdings leicht unter den Schätzungen. Im vorbörslichen Handel stieg die Doordash-Aktie um rund 7 % auf etwa 181 Dollar, Instacart legte knapp 1 % zu.
Quellen
- DoorDash to Acquire Instacart to Help Local Stores Win (29.10.2026) – DoorDash Investor Relations
- Instacart Announces Third Quarter 2026 Financial Results (29.10.2026) – Instacart Investor Relations
- US-Essenslieferant Doordash kauft Konkurrenten Instacart für 17 Milliarden Dollar (29.10.2026) – Handelsblatt
- DoorDash's (NASDAQ:DASH) Q3 2026: beats on revenue, stock soars (29.10.2026) – StockStory
- DoorDash to Acquire Instacart for $17 Billion (29.10.2026) – InsideArbitrage
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.