Frankreich: EDF-Chef Fontana verspricht stabile Strompreise für Haushalte bis mindestens 1. Februar
Frankreichs Haushalte müssen diesen Winter vorerst keine höhere Stromrechnung fürchten. EDF-Chef Bernard Fontana sagt stabile Preise bis mindestens 1. Februar zu, womöglich bis Ende Winter. Danach steht der regulierte Tarif auf dem Prüfstand.
Der Chef des staatlichen Stromkonzerns EDF äusserte sich am 7. November in der Wirtschaftssendung «On n'arrête pas l'éco» von France Inter. Die Preise sollen für fast alle Angebote an Privatkunden stabil bleiben, wie das Portal Quartz unter Berufung auf AFP, franceinfo und BFM TV berichtet. Die stabile Phase könnte laut Fontana auch bis zum Ende des Winters reichen. Firmenkunden sieht er ebenfalls geschützt: EDF biete ihnen seit über einem Jahr mehrjährige Verträge an, mit denen sie sich gegen Preisschwankungen absichern können.
Ein Auftrag der Regierung
Hinter dem Versprechen steht eine politische Vorgabe. Premierminister Sébastien Lecornu hatte am 7. Oktober erklärt, der Strompreis dürfe diesen Winter nicht steigen. Zugleich verlangte er von EDF, die Produktion unter Einhaltung der Sicherheitsvorgaben so weit wie möglich hochzufahren.
Der regulierte Tarif («tarif réglementé», vergleichbar mit der Grundversorgung in der Schweiz) gilt für über 20 Millionen Kunden. Er wird jeweils am 1. Februar und am 1. August neu berechnet. Nach Erhöhungen in den Jahren 2023 und 2024 sank er im Februar 2025 um durchschnittlich rund 15 % und im Februar 2026 um 0,8 %. Im August 2026 stieg er um 2,5 %. Für Februar ist eine Überprüfung vorgesehen. Fontana geht davon aus, dass die Regierung an der Stabilität festhält.
Im Februar liegen Kosten auf dem Tisch
Ganz ohne Druck ist der Tarif nicht. Die Regulierungsbehörde CRE hielt bereits im Juli fest, dass im Februar 2027 eine Erhöhung wahrscheinlich ist, wie das Vergleichsportal Selectra berichtete. Ein Grund sind Kosten für die Absicherung der Stromversorgung im Winter, den sogenannten Kapazitätsmechanismus. Diese wurden zwischen Februar und August 2026 nicht in den Tarif eingerechnet und sollen nachgeholt werden. Dämpfend wirkt eine geplante Senkung der Stromsteuer. Wie stark sich der Tarif am Ende verändert, hängt vom Saldo dieser Posten ab.
In der Schweiz sieht die Lage für 2027 ähnlich ruhig aus. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom erwartet im Schnitt rund 4 % tiefere Tarife. Ein typischer Haushalt mit 4500 Kilowattstunden Verbrauch zahlt 26,45 Rappen pro Kilowattstunde, 53 Franken weniger als 2026. Die stark gestiegenen Grosshandelspreise infolge des Iran-Kriegs sind laut ElCom bei den Endkunden aber noch nicht angekommen.
Quellen
- Le PDG d'EDF promet une électricité stable jusqu'au 1er février (07.11.2026) – Quartz (fr.qz.com)
- Électricité : à peine la hausse d'août annoncée, une nouvelle augmentation se prépare pour février 2027 (16.07.2026) – Selectra
- Strompreise sinken nächstes Jahr auf hohem Niveau leicht (08.09.2026) – cash.ch
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.