Dax und Stoxx 600 auf Rekordkurs, SMI bleibt über 15 000 Punkten: Rheinmetall bricht um über 16 % ein
Europas Börsen setzen die Rally nach den US-Zwischenwahlen fort. Der Dax erreicht am Donnerstagvormittag eine neue Bestmarke, der Stoxx 600 notiert über seinem Schlussrekord aus dem August. Der grösste Einzelverlierer ist Rheinmetall.
Der deutsche Leitindex Dax stieg am Vormittag des 5. November auf gut 26 626 Punkte und damit auf einen neuen Höchststand. Das Plus zum Vortag betrug rund 0,7 %. In den vergangenen zwei Handelswochen hat der Dax laut «Handelsblatt» mehr als 5 % oder 1400 Punkte zugelegt, nachdem er im Herbst lange zwischen 25 000 und 25 600 Punkten gependelt war.
Der europaweite Stoxx 600 lag bei rund 661,8 Punkten und damit über dem bisher höchsten Schlusskurs von 660,51 Punkten vom 11. August. Ob daraus ein neuer Schlussrekord wird, entscheidet sich erst am Abend. Auch der französische CAC 40 mit einem Plus von 1,1 % und der britische FTSE 100 mit 0,9 % legten zu.
SMI hält die Marke
Der Schweizer Leitindex SMI gewann rund 0,35 % auf etwa 15 075 Punkte. Er bleibt damit über der Marke von 15 000 Punkten, die er am Vortag erstmals überschritten und mit 15 022,85 Punkten auch im Schlusskurs verteidigt hatte.
Die Treiber: Wahl, Öl und Umschichtung
Als Gründe nennt das «Handelsblatt» die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Irankrieg, sinkende Energiepreise und Anleiherenditen, den Ausgang der US-Zwischenwahlen sowie eine Reihe wichtiger Firmenbilanzen. Bloomberg sieht zudem eine Umschichtung aus dem KI-Handel in europäische Werte. Das Bild passt zu Asien, wo der südkoreanische Kospi am Donnerstag um 5,3 % fiel. Der Ölpreis lag zuletzt unter 100 Dollar (CHF 82) je Fass.
Rheinmetall als Gegenbeispiel
Nicht alle profitieren. Rheinmetall verlor laut Yahoo Finance rund 16,6 % auf 837 Euro (CHF 768), laut Euronext der stärkste Rückgang im Stoxx 600. Der Rüstungskonzern hatte die Prognose zum zweiten Mal innert drei Monaten gesenkt, auf einen Umsatz von rund 13,2 Mrd. Euro (CHF 12,1 Mrd.) und eine operative Marge von etwa 18,5 %. Auch Commerzbank gab nach den Quartalszahlen rund 2,2 % nach. Rekordstände am Gesamtmarkt verdecken damit grosse Unterschiede zwischen den Einzelwerten. Alle Kurse sind Stände vom Vormittag.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.