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Fresenius hebt die Prognose zum zweiten Mal an: Betriebsgewinn von 638 Mio. Euro (CHF 586 Mio.)

4. November 2026, 08:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der deutsche Gesundheitskonzern übertrifft im dritten Quartal die Schätzungen. Kliniken und Medikamente laufen gut, doch ein Teil des Helios-Gewinns stammt aus einem Zuschlag, der Ende Oktober ausgelaufen ist. Bei der Beteiligung FMC läuft es dagegen schlecht.

Fresenius hat am 4. November die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Konzern setzte 5,8 Mrd. Euro (CHF 5,3 Mrd.) um, organisch 5 % mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 638 Mio. Euro (CHF 586 Mio.), währungsbereinigt ein Plus von 10 %. Analysten hatten laut Handelsblatt mit 618,5 Mio. Euro (CHF 568 Mio.) gerechnet. Die EBIT-Marge stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 11,0 %.

Der Kerngewinn je Aktie lag bei 0,72 Euro (CHF 0,66), währungsbereinigt 14 % höher. Dazu trugen neben dem operativen Geschäft auch tiefere Zinskosten bei.

Zwei Sparten, zwei Treiber

Die Medikamentensparte Kabi steigerte den Umsatz organisch um 6 % auf 2,3 Mrd. Euro (CHF 2,1 Mrd.). Die von Fresenius als Wachstumstreiber definierten Bereiche legten um 9 % zu, das Biopharma-Geschäft um 29 %. Das EBIT von Kabi stieg währungsbereinigt um 8 % auf 391 Mio. Euro (CHF 359 Mio.).

Die Klinikkette Helios erzielte 3,4 Mrd. Euro (CHF 3,1 Mrd.) Umsatz, organisch 5 % mehr. Ihr EBIT wuchs um 19 % auf 293 Mio. Euro (CHF 269 Mio.). Dieser Sprung ist allerdings nicht ganz wiederholbar: Ein Teil stammt laut Fresenius aus einem Zuschlag auf Rechnungen für gesetzlich Versicherte in Deutschland, der Ende Oktober ausgelaufen ist.

Prognose angehoben, Verschuldung im Griff

Das währungsbereinigte Wachstum des Kerngewinns je Aktie soll nun in der oberen Hälfte der Spanne von 10 bis 15 % liegen. Die EBIT-Marge soll über 11,5 % erreichen, zuvor hiess es rund 11,5 %. Laut Reuters ist es die zweite Anhebung in diesem Jahr nach jener im August. Konzernchef Michael Sen sprach von einem weiteren hervorragenden Quartal und verwies auf die konsequente Umsetzung der Strategie.

Die Nettoverschuldung liegt beim 2,5-Fachen des Betriebsgewinns vor Abschreibungen (EBITDA), die Kapitalrendite stieg auf 7,0 %.

FMC als Gegenbild

Fresenius hält noch 25 % an Fresenius Medical Care, dem Dialysespezialisten. Der ehemalige Konzernteil senkte zuletzt den Ausblick für das operative Ergebnis, weil die Behandlungszahlen in den USA erneut zurückgingen. Laut Handelsblatt fiel dessen operatives Ergebnis im dritten Quartal um 19 %.

Die Fresenius-Aktie schloss am Dienstag in Frankfurt bei 48,81 Euro (CHF 44,80). Für den heutigen Handel lagen vor Börsenbeginn noch keine verlässlichen Angaben vor.

Quellen

  1. Fresenius delivers an excellent quarter and is scaling its Growth Vectors – Core EPS guidance improved (04.11.2026) – Fresenius
  2. Fresenius steigert Umsatz und hebt Ausblick an (04.11.2026) – Handelsblatt
  3. Fresenius Raises 2026 Earnings Outlook After Strong Q3 Results (04.11.2026) – Global Banking & Finance Review/Reuters

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.