Geberit vor den Zahlen: Analysten erwarten 2,53 Mrd. Franken Umsatz, im Fokus steht das Volumenwachstum
Der Sanitärtechnikkonzern Geberit legt am Dienstag die Ergebnisse für die ersten neun Monate vor. Analysten rechnen mit mehr Umsatz und Gewinn, aber mit langsamerem Wachstum. Die Aktie stieg am Montag um rund 2 % und nähert sich einem Acht-Monate-Hoch.
Für die ersten neun Monate 2026 erwarten sechs von der Agentur AWP befragte Analysten im Schnitt einen Umsatz von 2,531 Mrd. Franken, nach 2,448 Mrd. Franken im Vorjahr. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) soll von 753 auf 779 Mio. Franken steigen, der Reingewinn von 494 auf 530 Mio. Franken. Für die EBITDA-Marge nennt AWP rund 30,6 % nach 30,8 %.
Gemessen am Halbjahr ergibt das rechnerisch für das dritte Quartal einen Umsatz von rund 820 Mio. Franken und ein EBITDA von rund 250 Mio. Franken. Im ersten Halbjahr hatte Geberit 1,711 Mrd. Franken umgesetzt, in Lokalwährungen 5,9 % mehr als im Vorjahr, in Franken nur 2,8 % mehr. Die Marge lag bei 30,9 %.
Tempo lässt nach
Konzernchef Christian Buhl hatte im August eine Verlangsamung des Volumenwachstums im zweiten Halbjahr angekündigt. Ein Grund ist die hohe Vergleichsbasis, denn das zweite Halbjahr 2025 war stark. Volumen und Preise dürften laut den Analysten ungefähr gleich viel zum Wachstum beigetragen haben.
Auf der Kostenseite dürften die Rohstoffpreise im Sommer ihren Höhepunkt erreicht haben. Im dritten Quartal bewegten sie sich laut dem Vorbericht seitwärts, aber über dem Vorjahr, und auch die Löhne steigen weiter. Die Mehrheit der Analysten geht davon aus, dass die ausserordentliche Preiserhöhung vom Juni die Teuerung auffangen konnte. Genau dies dürfte für die Marge entscheidend sein.
Prognose im Blick
Geberit hatte die Jahresprognose im August angehoben. Der Konzern erwartet in Lokalwährungen ein Umsatzwachstum von 5 bis 6 % und eine EBITDA-Marge etwa auf dem Vorjahreswert von 29,4 %. In Europa sah Buhl damals positives Momentum im Neubau und eine weiterhin gute Dynamik im Renovationsgeschäft, aber noch keine breite Erholung. Baunahe Titel waren am Montag gefragt: Auch Holcim und Amrize legten um über 3 % zu.
Die Aktie kostete am Montagnachmittag rund 586 Franken. Sie hat sich nach einem guten Oktober klar von den Tiefständen im Mai und Juni erholt, liegt seit Jahresbeginn laut cash.ch aber noch rund 7 % im Minus.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.