Gold fällt unter 3950 Dollar (CHF 3260), Silber unter 50 Dollar (CHF 41): Tiefster Stand seit fast einem Jahr
Die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA und Europa setzt den Edelmetallen weiter zu. Am Freitag fielen Gold und Silber auf den tiefsten Stand seit November 2025. Silber notiert nun fast 60 % unter seinem Rekord vom Januar.
Der Goldpreis ist am Freitag, 30. Oktober, deutlich unter Druck geraten. Laut der Nachrichtenagentur AWP fiel die Feinunze (rund 31,1 Gramm) im Londoner Handel bis auf 3937 Dollar (CHF 3248). Am Nachmittag Schweizer Zeit kostete Gold gut 3910 Dollar (CHF 3230), knapp 3 % weniger als am Vortag. Für eine Unze Gold mussten Anleger damit so wenig zahlen wie seit November 2025 nicht mehr.
Noch stärker traf es Silber. Der Preis rutschte unter die Marke von 50 Dollar (CHF 41) je Unze und verlor im Tagesverlauf zwischen 4,5 und 5 %. Im Oktober summiert sich das Minus beim Silber auf mehr als 15 %. Gold gab im laufenden Monat je nach Quelle zwischen 5 und 6,5 % nach.
Zinsen machen zinslose Anlagen unattraktiv
Hauptgrund für den Rückgang sind die Zinserwartungen. Gold und Silber werfen keine laufenden Erträge ab. Steigen die Renditen von Staatsanleihen, verlieren die Edelmetalle im Vergleich an Reiz. Laut dem Fed-Zinsbarometer FedWatch der Börse CME rechnet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 75 % damit, dass die US-Notenbank ihren Leitzins im Dezember anhebt. Am Mittwoch hatte die Fed die Zinsen noch bei 3,75 bis 4,00 % belassen.
Befeuert wurden diese Erwartungen durch neue Daten. Der von der Fed beachtete PCE-Preisindex stieg im September auf 3,6 %, die Kernteuerung ohne Energie und Lebensmittel auf 3,1 %. Zudem wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal mit annualisiert 3,4 % stärker als erwartet. Auch in Europa ziehen die Teuerungszahlen wegen hoher Treibstoff- und Gaspreise an, der Markt rechnet laut AWP mehrheitlich mit einer Zinserhöhung der EZB im Dezember. Die Spannungen im Nahen Osten halten die Energiepreise hoch und verstärken die Inflationssorgen.
Vom Rekord weit entfernt
Der Abstand zu den Höchstständen ist gross. Gold hatte am 29. Januar 2026 mit knapp 5600 Dollar (CHF 4620) je Unze ein Rekordhoch erreicht und liegt nun rund 30 % darunter. Silber erreichte am selben Tag 121,64 Dollar (CHF 100). Laut dem US-Finanzportal 24/7 Wall St. notiert das Metall inzwischen rund 25 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, so weit wie seit März 2020 nicht mehr. Zusätzlich belastet die Industrienachfrage: Die US-Bank JPMorgan erwartet, dass die Solarbranche in diesem Jahr rund 30 % weniger Silber verbraucht.
Quellen
- Preise für Gold und Silber fallen auf tiefsten Stand seit fast einem Jahr (30.10.2026) – cash.ch / AWP
- Silver Has Lost More Than Half Its Value Since January (30.10.2026) – 24/7 Wall St.
- Silver - Price - Chart - Historical Data - News (30.10.2026) – Trading Economics
- Gold Falls Below $4,000 for First Time Since July as Oil Spike Fuels Rate-Hike Bets (24.10.2026) – Conservative Daily News
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.