Heidelberg Materials schlägt die Schätzungen und will bis 2028 weitere 300 Mio. Euro (CHF 275 Mio.) sparen
Der Holcim-Konkurrent Heidelberg Materials hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet. Das Ergebnis stieg um 9 % auf 1,28 Mrd. Euro (CHF 1,2 Mrd.). Die Jahresprognose bleibt aber unverändert, das Sparprogramm wird verlängert.
Der deutsche Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat am 4. November Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 10,4 % auf 6,41 Mrd. Euro (CHF 5,9 Mrd.), die Analysten hatten im Schnitt 6,19 Mrd. Euro (CHF 5,7 Mrd.) erwartet. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO), die wichtigste Gewinngrösse des Konzerns, legte um 8,7 % auf 1,28 Mrd. Euro (CHF 1,2 Mrd.) zu. Der Konsens lag bei 1,24 Mrd. Euro (CHF 1,1 Mrd.).
Als Treiber nennt das Unternehmen laut dpa-AFX tiefere Kosten, höhere Preise und eine sich stetig erholende Nachfrage. Europa habe sich stark entwickelt, auch in Nordamerika gehe das Wachstum weiter. Das Wachstumstempo des zweiten Quartals habe sich im dritten nochmals beschleunigt, sagte Konzernchef Dominik von Achten.
Ein Teil des Plus ist zugekauft
Der Umsatzsprung ist allerdings nicht rein organisch. Ein Teil stammt aus Veränderungen im Portfolio, vor allem aus der erstmaligen Konsolidierung des türkischen Zementherstellers Akcansa, an dem Heidelberg Materials seit Mitte Jahr die Mehrheit hält. Da der Umsatz stärker wuchs als das Ergebnis, ging die Marge rechnerisch leicht zurück, von rund 20,3 auf 20,0 %.
An der Jahresprognose ändert das gute Quartal nichts. Der Konzern erwartet weiterhin ein RCO von 3,40 bis 3,65 Mrd. Euro (CHF 3,1 bis 3,4 Mrd.). Ende Juli hatte er das obere Ende dieser Spanne um 100 Mio. Euro (CHF 92 Mio.) gesenkt.
Sparen wird zum Dauerthema
Neu ist die Verlängerung des Sparprogramms «Transformation Accelerator». Die bis Jahresende angepeilten 500 Mio. Euro (CHF 459 Mio.) werden laut Unternehmen übertroffen. Nun läuft das Programm zwei weitere Jahre und soll bis Ende 2028 zusätzlich 300 Mio. Euro (CHF 275 Mio.) einbringen. Der Schwerpunkt liegt auf strukturellen Veränderungen, vor allem in Europa.
Für die Schweizer Börse ist der Bericht vor allem ein Hinweis auf die Branche. Heidelberg Materials konkurriert weltweit mit Holcim. Dass Preise und Nachfrage in Europa tragen, ist auch für Zulieferer der Bauwirtschaft interessant, etwa für den Sanitärtechnikkonzern Geberit, der am Dienstag seine Neunmonatszahlen vorgelegt hat.
Quellen
- Heidelberg Materials übertrifft Erwartungen im dritten Quartal (04.11.2026) – finanzen.ch
- Heidelberg Materials wächst weiter - Jahresziele bestätigt (04.11.2026) – ariva.de / dpa-AFX
- Fresenius steigert Umsatz und hebt Ausblick an – Deutliches Gewinnplus bei Heidelberg Materials (04.11.2026) – Handelsblatt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.