Technologie

Telekom-Chef Höttges: Musk könnte in den Mobilfunk einsteigen, auch T-Mobile US wäre ein Ziel

3. November 2026, 11:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Timotheus Höttges nennt künstliche Intelligenz und Elon Musk die grössten Herausforderungen der Deutschen Telekom. Der Konzernchef hält selbst die US-Tochter T-Mobile für einen möglichen Übernahmekandidaten. Zum Bericht über die gestoppte Fusion mit ihr schweigt er.

Der Chef der Deutschen Telekom hat die Spekulationen um Elon Musk mit deutlichen Worten aufgenommen. Bei einem Auftritt vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf sagte Timotheus Höttges am Montagabend, 2. November, er halte einen Einstieg von Musk in den Mobilfunkmarkt für möglich. Finanzierung werde der Unternehmer von Investoren problemlos erhalten, sagte Höttges laut Reuters.

Zuvor hatte die «Washington Post» berichtet, SpaceX wolle die Mobilfunktochter Boost des Satellitenbetreibers EchoStar kaufen oder deren Funknetz nutzen. Diese Meldung belastete die Aktien von Verizon, AT&T und T-Mobile US. Höttges geht nun weiter. Musk habe offenbar immer wieder Verizon im Visier, sagte er. Auch T-Mobile US könne ein Übernahmekandidat sein. Vermutlich strebe Musk eine globale Kommunikationsplattform an.

Fusion offenbar vertagt

Die Aussage ist heikel, weil die Telekom rund 54 % an T-Mobile US hält. Einen Medienbericht, wonach der Konzern eine Fusion mit der Tochter vorerst auf Eis gelegt habe, wollte Höttges nicht kommentieren. Er warnte aber, solche Spekulationen führten zu starken Kursschwankungen.

Bloomberg hatte am 26. Oktober unter Berufung auf informierte Personen gemeldet, die Telekom verzichte vorerst auf ein formelles Angebot, unter anderem wegen des Widerstands des Betriebsrats. Ein neuer Anlauf bleibe möglich. Die Transaktion hätte laut früheren Angaben rund 300 Mrd. Dollar (CHF 246 Mrd.) umfasst und den weltgrössten Telekomkonzern geschaffen. Zustimmen müsste auch der deutsche Staat als grösster Aktionär. Im September war zudem laut Medienberichten der Hedgefonds Elliott bei der Telekom eingestiegen. Er soll die Fusion ablehnen und stattdessen grössere Aktienrückkäufe verlangen. Der Rückkauf der Telekom kann bis Ende Jahr bereits auf bis zu 5 Mrd. Euro (CHF 4,6 Mrd.) steigen.

Hunderte KI-Projekte

Die zweite grosse Herausforderung sieht Höttges in der künstlichen Intelligenz. Er wolle den Konzern damit grundlegend verändern, sagte er. Allein in Europa liefen über 500 KI-Projekte. Rund 30 % seiner eigenen Arbeitszeit wende er dafür auf. Wie stark sich das auf Kosten und Stellen auswirkt, sagte Höttges laut den vorliegenden Berichten nicht.

Quellen

  1. Chef der Deutschen Telekom sieht KI und Elon Musk als grösste Herausforderung (03.11.2026) – cash.ch / Reuters
  2. Telekom-Chef sieht KI und Elon Musk als größte Herausforderung (03.11.2026) – onvista / Reuters
  3. Agentur: Telekom legt Fusion mit T-Mobile US vorerst auf Eis (29.10.2026) – onvista / Reuters
  4. Deutsche Telekom: Elliott stoppt Höttges' Fusionsfantasie (04.09.2026) – Business Punk
  5. Deutsche Telekom Aktie: Höttges bremst Fusionsfantasie (06.08.2026) – Börse Global

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.