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Hugo Boss senkt die Prognose: KI-Abschreibungen und Konsumflaute kosten 50 Mio. Euro (CHF 46 Mio.) Gewinn

3. November 2026, 12:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Modekonzern erwartet 2026 nur noch 250 bis 300 Mio. Euro (CHF 229 bis 275 Mio.) operativen Gewinn. Grund sind schwache Nachfrage und überraschende Abschreibungen auf IT. Die Aktie reagierte kaum, denn derzeit zählt vor allem der neue Mehrheitsaktionär Frasers.

Hugo Boss hat am Abend des 2. November die Erwartungen zurückgenommen. Beim operativen Gewinn (Ebit) rechnet der Konzern für 2026 nun mit 250 bis 300 Mio. Euro (CHF 229 bis 275 Mio.), statt mit 300 bis 350 Mio. Euro (CHF 275 bis 321 Mio.). Im Vorjahr waren es 391 Mio. Euro (CHF 358 Mio.). Der Umsatz soll währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich schrumpfen, bisher galt ein Minus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Analysten hatten laut Bloomberg ein Ebit von gut 300 Mio. Euro (CHF 275 Mio.) erwartet.

Software veraltet schneller

Ungewöhnlich ist die Begründung. Neben der vorsichtigeren Sicht auf die Nachfrage nennt Hugo Boss höhere, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf IT. Die schnelle Entwicklung bei künstlicher Intelligenz verkürze die Nutzungsdauer von Software. Anders als ein Umsatzrückgang fliesst dabei kein Geld ab, doch der ausgewiesene Gewinn sinkt.

Im dritten Quartal fiel der Umsatz währungsbereinigt um 5 % auf 946 Mio. Euro (CHF 867 Mio.), was weniger war, als Analysten befürchtet hatten. Das Ebit ging von 95 auf 81 Mio. Euro (CHF 74 Mio.) zurück, die Marge von 9,6 auf 8,6 %. Die Marke Hugo verlor 17 %, die Kernmarke Boss hielt sich besser. In Europa bremsten Grossbritannien und Frankreich. Lichtblicke sind die Bruttomarge, die um 2,2 Prozentpunkte auf 63,3 % stieg, und der freie Mittelzufluss, der sich auf 155 Mio. Euro (CHF 142 Mio.) mehr als verdoppelte.

Kurs hängt an Frasers

Die Aktie gab am Dienstag nur rund 1 % nach. Die DZ Bank sieht den Kurs derzeit stärker von der Übernahmesituation getrieben als von den Zahlen. Die britische Frasers Group des Milliardärs Mike Ashley übernahm im Oktober die Mehrheit und will Hugo Boss in ihre Bilanz einbeziehen. Ashley wurde zudem Aufsichtsratschef. Konzernchef Daniel Grieder hält an der Strategie «Claim 5 Touchdown» fest und spricht von einem konstruktiven Dialog mit Frasers.

Quellen

  1. Hugo Boss schraubt Erwartungen an 2026 zurück - KI und Konsumnachfrage (03.11.2026) – cash.ch
  2. Mode: Hugo Boss leidet unter Konsumflaute – Umsatzziele gesenkt (03.11.2026) – Handelsblatt
  3. Hugo Boss senkt Jahresprognosen (03.11.2026) – FashionUnited

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.