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Intel enttäuscht mit Ausblick fürs Weihnachtsquartal, Aktie bricht nachbörslich um fast 18 % ein

29. Oktober 2026, 21:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Intel hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet, rechnet für das Schlussquartal aber mit deutlich weniger Umsatz. Belastet wird der Ausblick von der schwachen PC-Nachfrage und einer Explosion in einem Werk in Israel. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um über 20 %.

Der US-Chipkonzern Intel hat am Donnerstagabend nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21 % auf 16,5 Mrd. Dollar (CHF 13,6 Mrd.). Das entsprach laut Reuters ziemlich genau den Erwartungen der Analysten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 52 Cent (43 Rappen) klar über der Schätzung von 40 Cent (33 Rappen). Die bereinigte Bruttomarge, also der Anteil des Umsatzes, der nach den Herstellkosten übrig bleibt, verbesserte sich um 4,1 Prozentpunkte auf 44,1 %.

Die Sparten entwickelten sich sehr unterschiedlich. Das Geschäft mit Rechenzentren und KI wuchs um 78 % auf 7,3 Mrd. Dollar (CHF 6,0 Mrd.). Die PC-Sparte, die neu Client Computing and Physical AI Group heisst, schrumpfte dagegen um 5 % auf 8,1 Mrd. Dollar (CHF 6,7 Mrd.). Analysten hatten hier gemäss Reuters mit 8,98 Mrd. Dollar (CHF 7,4 Mrd.) gerechnet.

Ausblick klar unter den Erwartungen

Für das vierte Quartal stellt Intel einen Umsatz von 15 bis 16 Mrd. Dollar (CHF 12,4 bis 13,2 Mrd.) in Aussicht. Die von LSEG befragten Analysten hatten im Schnitt 17,07 Mrd. Dollar (CHF 14,1 Mrd.) erwartet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt Intel 25 Cent (21 Rappen) an, erwartet waren 43 Cent (35 Rappen). Die bereinigte Bruttomarge soll auf 38,0 % sinken.

Finanzchef David Zinsner rechnet damit, dass sich die PC-Flaute mindestens bis in die erste Hälfte des nächsten Jahres hinzieht. Firmenchef Lip-Bu Tan betonte dagegen in der Mitteilung, die Nachfrage nach Intels Prozessoren bleibe robust.

Werk in Israel stand zwei Wochen still

Zusätzlich belastet eine Explosion im Oktober im Werk Kiryat Gat in Israel. Die Fabrik stellt vor allem Chips für Rechenzentren her und stand laut Reuters zwei Wochen still. Intel schätzt, dass dies den Umsatz im vierten Quartal um rund 300 Mio. Dollar (CHF 247 Mio.) schmälert und die Bruttomarge um etwa 2 Prozentpunkte drückt. Ein ähnlicher Umsatzausfall wird im ersten Quartal 2027 erwartet. Welche Siliziumscheiben noch verwendbar sind, wird noch geprüft.

Gleichzeitig erhöht Intel die geplanten Investitionen für 2026 von 18 auf 20 Mrd. Dollar (CHF 16,5 Mrd.), 2027 sollen sie deutlich steigen. Im August hatte der Konzern über eine Kapitalerhöhung 23 Mrd. Dollar (CHF 19,0 Mrd.) eingenommen.

Die Aktie hatte den regulären Handel bereits 3,6 % tiefer bei 92.07 Dollar (CHF 75.90) beendet, da Chipwerte nach dem Kurssturz von Alphabet unter Druck standen. Nachbörslich sackte sie auf rund 75.70 Dollar (CHF 62.40) ab, ein Minus von fast 18 %. Seit Jahresbeginn hatte sich der Kurs zuvor mehr als verdoppelt.

Quellen

  1. Intel Reports Third-Quarter 2026 Financial Results (29.10.2026) – Intel Corporation
  2. Intel signals slower growth as PC market remains under pressure (29.10.2026) – Reuters via Global Banking & Finance Review
  3. Intel signals slower growth as PC market remains under pressure (29.10.2026) – Red Hot Singapore

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.