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Iran und USA zwischen Gesprächen und neuem Angriff: Golfstaaten wappnen sich vor den Midterms

1. November 2026, 21:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Washington und Teheran tasten sich über Katar an neue Gespräche heran, drohen aber zugleich mit Gewalt. Die Vereinigten Arabischen Emirate rechnen mit dem Schlimmsten. Für den Ölmarkt beginnt eine nervöse Woche.

Seit dem 28. Februar führen die USA und Israel Krieg gegen Iran. Nun zeichnet sich ein möglicher diplomatischer Weg ab: Nach zwei Tagen Gesprächen unter Vermittlung Katars hat US-Vizepräsident JD Vance einen Brief an Irans Sicherheitschef Mohsen Rezaei geschickt. Rezaei bezeichnete den Ton als positiv, hat aber laut Al Jazeera noch nicht geantwortet. US-Aussenminister Marco Rubio sagte, Washington sei für eine diplomatische Lösung offen.

Drohungen auf beiden Seiten

Gleichzeitig verschärft sich die Rhetorik. Präsident Donald Trump sagte in seinem Anwesen in Florida, die USA müssten sich noch um «ein oder zwei» Standorte kümmern, das sei in zehn Minuten erledigt. Gemeint sind iranische Atomanlagen, darunter die unterirdische Anlage im Pickaxe-Berg. Al Jazeera berichtet, Trump habe einen neuen Angriff nach den US-Zwischenwahlen vom 3. November angedeutet.

Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei rief die Kommandanten zu «maximaler Abschreckung» auf. Bei einer Bedrohung solle die Antwort ohne geografische Grenzen erfolgen. Armeesprecher Mohammad Akraminia warnte, ein künftiger Krieg könnte länger dauern als der bisherige. Laut Al Jazeera zeigte das iranische Staatsfernsehen am Sonntag, wie Raketen und Drohnen aus unterirdischen Lagern geholt wurden. Teheran droht zudem, Seekabel und Infrastruktur in der Region anzugreifen, falls seine zivilen Anlagen erneut getroffen werden.

Hormus bleibt das Druckmittel

Iran beansprucht die Kontrolle über die Strasse von Hormus und greift Schiffe an, die ohne seine Erlaubnis durchfahren. Die USA blockieren ihrerseits die iranischen Häfen. Teheran verkürzte die Frist für eine teilweise Öffnung der Meerenge von sieben auf zwei Tage, knüpft diese aber an Bedingungen: Ende der Blockade, Ausnahmen von den Ölsanktionen, Freigabe eingefrorener Vermögen im Ausland und ein Ende der Kämpfe an allen Fronten, auch im Libanon. Am Freitag und Samstag wurden laut Al Jazeera mindestens vier Tanker getroffen.

Anwar Gargash, diplomatischer Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, sagte am Sonntag an einer Konferenz in Manama, man hoffe auf einen Durchbruch, sei aber auf das Schlimmste vorbereitet. Eine weitere Kriegsrunde liege nicht im Interesse der Region.

Ölpreis auf hohem Niveau

Die Nordseesorte Brent schloss am Freitag, 30. Oktober, bei rund 113 Dollar (CHF 94) je Fass. Im Oktober stieg der Preis damit um rund 11 %, nachdem er Anfang Monat noch bei 102 Dollar (CHF 84) gelegen hatte. Gegenüber dem Wochenhoch vom 23. Oktober von knapp 117 Dollar (CHF 96) gab Brent allerdings etwas nach. Ein Bericht des US-Finanzministeriums, über den Axios berichtete, kommt zum Schluss, dass seit dem 25. August an iranischen Terminals kein neues Öl mehr auf Tanker verladen wurde.

Quellen

  1. Iran and US explore diplomacy amid rising threats of war (01.11.2026) – Al Jazeera
  2. Middle East Tensions Escalate: Iran Warns of Prolonged US War, UAE Prepares for Worst (01.11.2026) – Gulf News
  3. Iran Warns of Longer War with US as Gulf States Brace for Renewed Escalation (01.11.2026) – Kurdistan24
  4. Brent Crude Oil Futures, Kursdaten (30.10.2026) – Yahoo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.