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KNDS: Bund kauft laut Handelsblatt die Hälfte des Leopard-Bauers, Preis unter 7,2 Mrd. Euro (CHF 6,6 Mrd.)

5. November 2026, 11:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Panzerbauer KNDS könnte bald ganz in Staatshand liegen. Laut Handelsblatt haben sich Berlin und die Eigentümerfamilien auf den Verkauf der deutschen Hälfte geeinigt. Der Vertrag soll noch im November unterschrieben werden, unterzeichnet ist er aber noch nicht.

Das Handelsblatt beruft sich auf ein als Verschlusssache eingestuftes Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Demnach kauft der Bund die 50 % an KNDS, welche die Familien Braunbehrens und Bode über die Wegmann-Holding halten. Die andere Hälfte gehört dem französischen Staat. KNDS baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und den Schützenpanzer Puma. Ein Sprecher der Wegmann-Holding wollte den Bericht nicht kommentieren, eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor.

Wegmann strebt die Unterschrift im November an, der Vollzug ist für Dezember geplant. Bis zur Unterzeichnung kann sich der Preis laut dem Dokument noch ändern.

Weniger Geld für mehr Anteile

Eine genaue Summe nennt der Bericht nicht. Der Kaufpreis soll sich am aktuellen Eigenkapitalwert von KNDS orientieren. Im Juni waren noch 7,2 Mrd. Euro (CHF 6,6 Mrd.) für einen Anteil von 40 % bewilligt worden. Für nun 50 % soll der Bund laut Handelsblatt deutlich weniger zahlen. Rechnerisch entsprach der alte Rahmen 18 Mrd. Euro (CHF 16,5 Mrd.) für das ganze Unternehmen, der neue Preis liegt also klar darunter. Hinzu kommt ein Aufschlag für weitreichende Kontrollrechte und für einen Teil des Jahresgewinns 2026.

Die Bewertung war der Grund für die Wende. Ursprünglich sollten die Familien und Frankreich an der Börse je 10 % abgeben, der Bund den Rest der Familien übernehmen. Laut Börsen-Zeitung hofften die Eigentümer auf rund 15 Mrd. Euro (CHF 13,8 Mrd.), doch Investoren wollten diesen Preis nicht zahlen. Der Börsengang wurde im Frühsommer verschoben und laut Handelsblatt im September abgesagt.

Sicherheitsinteressen als Begründung

Die Regierung verweist auf Sicherheitsinteressen. Die Bundeswehr ist der grösste Kunde von KNDS, und Berlin will mit Paris gleichauf bleiben. Nach dem Scheitern des Börsengangs hatte Wegmann laut dem Dokument einen Direktverkauf ins Spiel gebracht, möglicherweise an ausländische Käufer wie die Czechoslovak Group oder Warburg Pincus. Das hätte aus Sicht des Ministeriums deutsche Sicherheitsinteressen ernsthaft gefährdet.

Der Staatsbesitz soll nicht von Dauer sein. Danach wollen Deutschland und Frankreich laut dem Bericht je 10 % abgeben. Auch ein gemeinsamer Börsengang bleibt eine Option, sobald das Marktumfeld passt. Das Umfeld ist derzeit schwierig: Rheinmetall hat am Donnerstag seine Umsatzprognose gesenkt, die Aktie brach ein.

Quellen

  1. Deutsch-französischer Panzerdeal steht – Einigung auf Staatsübernahme von KNDS (05.11.2026) – Handelsblatt
  2. Bericht: Bund und Eigentümer einigen sich auf KNDS-Übernahme (05.11.2026) – regionalHeute / dts
  3. KNDS-Übernahme: Bund kauft 50 Prozent von Wegmann (05.11.2026) – ad-hoc-news
  4. KNDS: Bund verhandelt über Kauf aller deutschen Anteile (14.10.2026) – Börsen-Zeitung

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.