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Update: Asien im Ausverkauf: Taiwan und Kospi fallen um über 8 %, Nikkei rutscht 21 % unter sein Hoch

6. November 2026, 02:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Ausverkauf bei KI- und Chipwerten erfasst ganz Asien. Tokio verliert über 6 % und liegt nun mehr als 20 % unter dem Rekord vom Juni, die Schwelle zum Bärenmarkt. Seoul stoppte den Handel kurz nach der Eröffnung, auch Taiwan bricht ein.

Update, 02.25 Uhr: Der Nikkei 225 hat seine Verluste deutlich ausgeweitet. Gegen 02.10 Uhr Schweizer Zeit stand er bei rund 57 130 Punkten, 6,5 % unter dem Donnerstagsschluss von 61 077,90 Punkten. Das Tagestief lag bei 56 971 Punkten. Unter 60 000 Punkte fiel der Index erstmals seit Mai. Der breitere Topix verlor im frühen Handel rund 4,7 %.

Vom Höchststand von 72 366 Punkten am 25. Juni (Schlusskurs laut Yahoo Finance) ist der Nikkei damit rund 21 % entfernt. Als Bärenmarkt gilt ein Rückgang von 20 % oder mehr, massgebend ist üblicherweise der Schlusskurs. Bloomberg sah den Index im Tagesverlauf auf diesem Weg.

SoftBank und Advantest verlieren rund 11 %

In Tokio begannen die schwersten Chip- und KI-Werte später zu handeln als der Gesamtmarkt, wie Reuters berichtete. Danach lagen laut Yahoo Finance SoftBank Group und Advantest je rund 11 % im Minus, Kioxia rund 12,7 % und Tokyo Electron rund 8,4 %. Noch stärker traf es Taiwan: Der Taiex verlor rund 8,9 % auf etwa 37 880 Punkte, TSMC gab um 9,6 % nach. Schon am Donnerstag hatte der Index 3,2 % eingebüsst, es war laut Taipei Times der sechste Verlusttag in Folge.

Handelsstopp in Seoul

Die Börse in Seoul löste um 01.03 Uhr Schweizer Zeit einen Circuit Breaker der Stufe 1 aus, eine automatische Notbremse bei starkem Kurssturz. Der Handel ruhte 20 Minuten. Der Kospi erreichte sein Tief bei rund 4911 Punkten, nach dem Neustart stand er gegen 02.05 Uhr bei etwa 4930 Punkten, rund 8,5 % tiefer als am Vortag. Unter 5000 Punkte war er zuletzt am 2. Februar gefallen. SK Hynix verlor zuletzt rund 11,5 %, Samsung Electronics rund 8,9 %.

Wall Street als Auslöser

Den Anstoss gab der Einbruch in den USA. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel am Donnerstag um 12,3 %, der Nasdaq Composite um 5,5 %, der S&P 500 um 4,4 %. Hinter dem Ausverkauf steht die Sorge, dass der Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen den Bau von Rechenzentren bremst. Dazu kamen steigende Ölpreise nach Angriffen auf Tanker im Golf. Han Ji-young von Kiwoom Securities hält den Ausverkauf für übertrieben. Die Folgen möglicher Regulierung dürften vor allem Projekte für 2028 treffen, sagte sie gemäss Etoday.

Zürich öffnet um 9 Uhr

Der SMI schloss am Donnerstag 0,4 % tiefer bei 14 968 Punkten, also vor dem Ende des US-Handels. Den US-Schluss und den Einbruch in Asien hat er noch nicht verarbeitet. Die US-Futures zeigten sich in der Nacht dagegen fester: Der S&P-500-Kontrakt lag kurz nach 02 Uhr rund 0,2 % im Plus, der Nasdaq-Kontrakt rund 0,8 %. An der Schweizer Börse stehen besonders ABB und Logitech im Blick, die schon am Donnerstag 4,2 % und 3,3 % verloren, sowie die Chipzulieferer.

Quellen

  1. 美 AI 규제 쇼크에 반도체 중심 투매…코스피, 9개월만에 5000선붕괴 (06.11.2026) – Etoday
  2. Japan's Nikkei slumps 5.5% as market rout deepens on AI worries (06.11.2026) – Reuters via Metrobank
  3. Japan's Nikkei falls below 60,000 for 1st time since May (06.11.2026) – Xinhua
  4. Japan's Nikkei Poised to Enter Bear Market as AI Selloff Deepens (06.11.2026) – Bloomberg via BizToc
  5. Shares plunge 3.2%, extending losses (06.11.2026) – Taipei Times
  6. Kursdaten ^N225, ^KS11, ^TWII, 2330.TW, 9984.T, 6857.T (06.11.2026) – Yahoo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.