Kospi verliert rund 3,5 %: KI-Zweifel treffen Samsung und SK Hynix, Tokio bleibt geschlossen
Der Ausverkauf bei Technologiewerten hat Asien erreicht. Südkoreas Leitindex Kospi gab am Dienstag über 3 % nach, Samsung und SK Hynix verloren zeitweise rund 5 %. Auslöser sind Zweifel, ob sich die riesigen Investitionen in künstliche Intelligenz rechnen.
Der Kospi fiel am 3. November gleich zum Handelsstart um 2,5 % und baute die Verluste danach aus. Gegen 4.30 Uhr Schweizer Zeit stand er bei rund 5654 Punkten, das sind etwa 3,5 % weniger als am Vortag. Der Index hatte am Montag noch 2,2 % gewonnen. Der breitere Kosdaq verlor zeitweise gut 2,5 %.
Die Schwergewichte zogen den Markt nach unten. Samsung Electronics gab zeitweise um 4,7 % auf 218 250 Won (CHF 133) nach, SK Hynix um über 5 % und rutschte unter die Marke von 1,4 Mio. Won (CHF 856). Laut Aju Press standen um 9.30 Uhr Ortszeit 649 Verlierern nur 197 Gewinner gegenüber. Eine Ausnahme war Samsung Biologics, die Aktie stieg.
Finanzierung der KI rückt in den Fokus
Die Vorgaben kamen von der Wall Street. Die Nasdaq schloss am Montag 1,07 % tiefer, der S&P 500 verlor 0,51 %. Oracle fiel um 8,8 %, nachdem der Konzern angekündigt hatte, je 10 Mrd. Dollar (CHF 8,2 Mrd.) über Aktien und Anleihen aufzunehmen. Auch Marvell (minus 12,7 %), Intel (minus 8,8 %), AMD (minus 7,5 %) und Micron (minus 5,8 %) gaben deutlich nach. Das Geld für den KI-Ausbau kommt zunehmend vom Kapitalmarkt, und das macht Anleger nervös.
Han Ji-young von Kiwoom Securities sagte laut koreanischen Medien, die Müdigkeit der Investoren nehme zu. Die Firmen müssten wohl in jeder Berichtssaison beweisen, dass sich die Ausgaben auszahlen.
Der Rückgang trifft einen ohnehin angeschlagenen Markt. Im Oktober verlor der Kospi 17,8 %, ausländische Anleger zogen netto rund 18,7 Billionen Won (CHF 11,4 Mrd.) ab. Auch am Dienstag verkauften sie: Bis 9.30 Uhr Ortszeit waren es netto 388,1 Mrd. Won (CHF 237 Mio.), während Privatanleger 670,4 Mrd. Won (CHF 410 Mio.) kauften.
Asien uneinheitlich, Banker bleiben gelassen
In Tokio ruhte der Handel wegen eines Feiertags. Der Shanghai Composite lag zuletzt rund 1 % tiefer, der Hang Seng in Hongkong dagegen leicht im Plus. Kupfer und Zinn gaben laut Bloomberg nach, weil die Händler eine schwächere Nachfrage aus Rechenzentren befürchten.
Am Finanzgipfel in Hongkong gab man sich gelassen. Morgan-Stanley-Chef Ted Pick schätzte den Kapitalbedarf für KI im kommenden Jahrzehnt auf 10 000 bis 15 000 Mrd. Dollar (CHF 8200 bis 12 300 Mrd.). Korrekturen nannte er laut The Standard «sehr gesund», warnte aber, dass Projekte mit schwacher Kapitalstruktur nicht überleben würden. Goldman-Sachs-Chef David Solomon sprach von «Unebenheiten» in diesem Technologie-Superzyklus und nannte die US-Wirtschaft widerstandsfähig.
Für Stimmung abseits der Technologie sorgen die US-Zwischenwahlen. Die Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet, am Freitag folgen die US-Arbeitsmarktdaten.
Quellen
- KOSPI opens lower amid lingering AI woes ahead of US midterms (03.11.2026) – Aju Press
- Solomon on Tech Supercycle 'Bumps' (03.11.2026) – Bloomberg
- [Breaking News] KOSPI Falls Over 3% Amid 'AI Profitability Concerns' (03.11.2026) – Edaily
- Foreign Selling Sinks South Korea's KOSPI 17.8% in a Month (01.11.2026) – BigGo Finance
- Morgan Stanley says AI development could require US$10–US$15 trillion over the next decade (03.11.2026) – The Standard
- Copper, Tin Fall With Base Metals on Renewed AI Stocks Selloff (03.11.2026) – Bloomberg
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.