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Logitech übertrifft Gewinnerwartung, doch schwacher Ausblick fürs Weihnachtsquartal drückt die Aktie

28. Oktober 2026, 09:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Logitech hat im zweiten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet und den Umsatz um 3 % gesteigert. Der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal fällt jedoch verhalten aus. Die Aktie verlor am Mittwochmorgen rund 8 %.

Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hat am Dienstagabend nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vorgelegt. Von Juli bis September stieg der Umsatz um 3 % auf 1,22 Mrd. Dollar, in Lokalwährungen um 2 %. Damit lag Logitech am oberen Ende der eigenen Prognose und im Rahmen der Analystenschätzungen. Es war das elfte Quartal mit Wachstum in Folge.

Deutlich besser als erwartet lief es beim Gewinn. Der bereinigte Betriebsgewinn (ohne Sondereffekte, «non-GAAP») erreichte 231 Mio. Dollar. Analysten hatten laut der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt mit 204 Mio. Dollar gerechnet. Die bereinigte Bruttomarge stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 45,2 %. Finanzchef Matteo Anversa nannte als Grund unter anderem tiefere Zollkosten dank einer breiter verteilten Produktion. Logitech hatte zudem Preise erhöht.

Gaming und Videokonferenzen wachsen

Am stärksten legten Produkte für Videokonferenzen zu, mit einem Plus von 12 %. Das Gaming-Geschäft wuchs um 8 %, Tastaturen und Mäuse je um 4 %. Rückläufig waren dagegen Webcams mit minus 9 % und Zubehör für Tablets mit minus 32 %. An die Aktionäre flossen im Quartal 406 Mio. Dollar, davon rund 235 Mio. als Dividende und 171 Mio. über Aktienrückkäufe.

Lieferantenausfall und Kosten belasten das Schlussquartal

Für das Weihnachtsquartal von Oktober bis Dezember erwartet Logitech einen Umsatz zwischen 1,36 und 1,43 Mrd. Dollar. Das entspricht einer Veränderung von minus 4 % bis plus 1 %. Der bereinigte Betriebsgewinn soll 220 bis 255 Mio. Dollar betragen, nach 312 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Das wäre ein Rückgang um rund 18 bis 29 %.

Ein Grund ist die Schliessung eines Werks eines Halbleiter-Zulieferers nach einem Unfall Ende Juni. Logitech beziffert den Umsatzausfall im laufenden Quartal neu auf 70 bis 80 Mio. Dollar. Im Juli hatte das Unternehmen noch mit bis zu 200 Mio. Dollar gerechnet. Ab dem vierten Quartal soll das Problem weitgehend gelöst sein. Hinzu kommen steigende Kosten für Bauteile und Transport. Chefin Hanneke Faber sagte in der Telefonkonferenz mit Analysten sinngemäss, der Kostendruck betreffe inzwischen nicht mehr nur Speicherchips, sondern fast alle elektronischen Komponenten. Viele Konsumenten im Massenmarkt seien knapp bei Kasse und warteten auf Rabatte.

An der Schweizer Börse fiel die Logitech-Aktie am Mittwochmorgen um rund 7,8 % auf knapp CHF 85 und gehörte damit zu den schwächsten Titeln im SMI. Für das ganze Geschäftsjahr rechnet die Firmenleitung nun mit einer bereinigten operativen Marge am oberen Ende der langfristigen Spanne von 15 bis 18 %.

Quellen

  1. Logitech Announces Q2 Fiscal Year 2027 Results (27.10.2026) – Logitech / SEC
  2. Logitech Beats Profit Forecast on Gaming, Conferencing Product Sales (27.10.2026) – Reuters / Global Banking & Finance
  3. Logitech (LOGI) Q2 2027 Earnings Call Transcript (28.10.2026) – The Motley Fool
  4. Börsen-Ticker: SMI fällt - UBS unter Druck - Sandoz und Logitech im Sinkflug (28.10.2026) – cash.ch
  5. Supplier factory shutdown hits Logitech shares (29.07.2026) – Reuters / Global Banking & Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.