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Monte-dei-Paschi-Aktionäre kippen Abwehrplan des Chefs: Weg für Übernahme durch Intesa Sanpaolo ist frei

29. Oktober 2026, 19:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Aktionäre von Monte dei Paschi haben am 29. Oktober die Gegenoffensive von Konzernchef Luigi Lovaglio klar abgelehnt. Damit bleibt das Angebot von Intesa Sanpaolo über rund 31 Mrd. Euro (CHF 28,6 Mrd.) vollständig bestehen.

An der Generalversammlung in Siena waren 65,86 % des Aktienkapitals vertreten. Lovaglio wollte mit zwei reinen Aktientauschangeboten die Konkurrentin Banco BPM und den Vermögensverwalter Banca Generali übernehmen. Das Paket war rund 34 Mrd. Euro (CHF 31,4 Mrd.) schwer und sollte die älteste Bank der Welt vor der Übernahme durch Intesa bewahren. Rund 91 % der vertretenen Stimmen lehnten das Angebot für Banco BPM ab, beim Angebot für Banca Generali waren es 90,9 %.

Auch die geplante Fusion mit Mediobanca, die MPS im vergangenen Jahr übernommen hatte, scheiterte. Sie hätte eine Zweidrittelmehrheit gebraucht, erhielt laut der Nachrichtenagentur ANSA aber nur 32,91 % Zustimmung bei 63,65 % Gegenstimmen. Nach Angaben der Gewerkschaft Fisac CGIL fielen damit auch die geplante Sonderdividende von rund 4 Mrd. Euro (CHF 3,7 Mrd.) und die damit verbundene Kapitalherabsetzung durch.

Grossaktionäre stellen sich hinter Intesa

Den Ausschlag gaben die beiden grössten Aktionäre: Delfin, die Holding der Familie Del Vecchio mit rund 17,6 %, und die Gruppe von Francesco Gaetano Caltagirone mit 12,66 %. Laut dem französischen Finanzportal Boursorama stimmten auch Norges Bank und die Benetton-Holding dagegen. Die Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis hatten das Doppelangebot als zu riskant bezeichnet. Der italienische Staat mit 4,86 % und Banco BPM mit 3,74 % enthielten sich.

Lovaglio sagte laut ANSA, die Abstimmung sei nicht das endgültige Urteil über die Zukunft der Bank, sondern nur ein Zwischenschritt. Nächste Etappe sei das Verfahren bei der Wettbewerbsbehörde. Er beanspruchte zudem für sich, Intesa mit seinem Widerstand zu einem besseren Angebot gedrängt zu haben.

Angebot knapp unter dem Börsenkurs

Intesa bietet je MPS-Aktie 1,6 eigene Aktien und 1,25 Euro (CHF 1,15) in bar. Anfang Oktober hatte die Mailänder Bank den Baranteil um 0,25 Euro erhöht und gedroht, das Angebot zurückzuziehen, falls die MPS-Aktionäre Lovaglios Pläne billigen. Die EZB hat die Übernahme bereits am 27. Oktober genehmigt. Gelingt sie, entsteht laut Boursorama die zweitgrösste börsenkotierte Bank der Eurozone.

An der Mailänder Börse schloss die MPS-Aktie am Donnerstag 0,2 % höher bei 10,90 Euro (CHF 10,06). Intesa gab 0,5 % auf 5,96 Euro nach. Gemessen an diesen Schlusskursen ist das Angebot rund 10,79 Euro (CHF 9,96) je MPS-Aktie wert und liegt damit etwa 1 % unter dem aktuellen MPS-Kurs.

Quellen

  1. I soci di Mps bocciano le offerte su Banca Generali e Bpm (29.10.2026) – ANSA
  2. Monte dei Paschi: l'assemblée générale refuse une contre-offensive, s'ouvrant à Intesa (29.10.2026) – Boursorama (AFP)
  3. Monte dei Paschi Shareholders Reject Banco BPM Acquisition Offer (29.10.2026) – Global Banking & Finance Review (Reuters)
  4. Mediobanca: l'assemblea di MPS boccia tutto. E ora? (30.10.2026) – Fisac CGIL
  5. Mps, assemblea con il 65,86%: cosa c'è nel piano anti-Opas di Intesa (29.10.2026) – SoldiOnline
  6. Italien: Aktionäre von Bank Monte dei Paschi stoppen Abwehrplan gegen Intesa-Übernahme (29.10.2026) – Handelsblatt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.