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Novartis übertrifft Erwartungen im dritten Quartal und hebt Gewinnprognose an, Abschreibung drückt Reingewinn

27. Oktober 2026, 07:09 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Novartis hat im dritten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet und hebt das Gewinnziel für 2026 leicht an. Neue Medikamente wie Kisqali und Scemblix gleichen den Einbruch beim Herzmittel Entresto mehr als aus. Eine Abschreibung von 1,9 Mrd. Dollar lässt den Reingewinn aber einbrechen.

Der Basler Pharmakonzern Novartis hat am Dienstag früh seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 14,52 Mrd. Dollar, auch zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 4 %. Das operative Kernergebnis, also der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte wie Abschreibungen, wuchs um 11 % auf 6,04 Mrd. Dollar. Die Kernmarge kletterte von 39,3 % auf 41,6 %.

Damit liegt Novartis klar über den Erwartungen. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 14,44 Mrd. Dollar und einem operativen Kernergebnis von 5,61 Mrd. Dollar gerechnet. Beim Kerngewinn je Aktie erreichte Novartis 2,46 Dollar, erwartet waren 2,29 Dollar.

Neue Mittel fangen Entresto-Einbruch auf

Der Umsatz mit dem Herzmittel Entresto brach zu konstanten Wechselkursen um 38 % auf 1,17 Mrd. Dollar ein, weil in den USA günstige Nachahmerprodukte auf den Markt drängen. Insgesamt kosteten Generika Novartis im Quartal 9 Prozentpunkte Wachstum. Die höheren Verkaufsmengen bei anderen Produkten brachten dagegen 14 Prozentpunkte. Am stärksten wuchsen das Brustkrebsmittel Kisqali mit 37 % auf 1,82 Mrd. Dollar, das Leukämiemittel Scemblix mit 67 % und das Cholesterinmittel Leqvio mit 63 %. Die Psoriasis-Arznei Cosentyx legte um 9 % auf 1,86 Mrd. Dollar zu, das MS-Mittel Kesimpta um 22 %.

Weniger erfreulich ist das ausgewiesene Ergebnis. Der Reingewinn sank um 70 % auf 1,20 Mrd. Dollar. Hauptgrund ist eine Wertberichtigung von 1,9 Mrd. Dollar auf das Forschungsprojekt Del-Desiran. Das Mittel gegen die Muskelerkrankung myotone Dystrophie Typ 1 hatte in einer Studie das Hauptziel verfehlt. Auch der Herz-Kreislauf-Wirkstoff Pelacarsen verfehlte sein Studienziel. Konzernchef Vas Narasimhan sagte laut Mitteilung, die Daten zu Del-Desiran deuteten dennoch auf eine Wirkung hin, man prüfe nun die weitere Entwicklung.

Prognose leicht angehoben

Für das ganze Jahr 2026 erwartet Novartis beim operativen Kernergebnis nun ein stabiles Ergebnis bis zu einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, jeweils zu konstanten Wechselkursen. Bisher hatte der Konzern einen Rückgang im niedrigen einstelligen Bereich angepeilt. Beim Umsatz bleibt es bei einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Einige Analysten hatten im Vorfeld mit einer Anhebung des Gewinnziels gerechnet.

Der freie Cashflow ging im Quartal um 18 % auf 5,11 Mrd. Dollar zurück. Die Nettoverschuldung stieg seit Ende 2025 von 21,9 auf 37,4 Mrd. Dollar, vor allem wegen Übernahmen für 16,7 Mrd. Dollar und der Dividende. Im laufenden Rückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. Dollar bleiben noch bis zu 4,9 Mrd. Dollar. Die Novartis-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 18 % zugelegt und schloss am Montag bei 127,48 Franken. Die Telefonkonferenz mit Analysten beginnt um 13 Uhr.

Quellen

  1. Novartis verzeichnete im dritten Quartal Steigerungen der Umsätze und der Kerngewinnmarge; Prognose für das operative Kernergebnis im Geschäftsjahr erhöht (27.10.2026) – Novartis / GlobeNewswire
  2. Ausblick Novartis: Pipeline-Frust oder Gewinnhoffnung? (26.10.2026) – cash.ch / AWP
  3. Börsen-Ticker: SMI schwächer erwartet – Novartis, Logitech und Temenos im Fokus (27.10.2026) – cash.ch

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.