US-Abgeordnete wollen Nvidia-Chef Huang befragen: Es geht um eine Megaspeed-Managerin, Termin am 18. November
Drei republikanische Ausschussvorsitzende verlangen von Jensen Huang ein vertrauliches Gespräch über seine Kontakte zu einer Managerin aus Singapur. Der Zeitpunkt ist heikel: Nvidia hat wegen des KI-Ausverkaufs am Donnerstag rund 9 % verloren.
Der Druck auf Nvidia nimmt auch in Washington zu. Die Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, des China-Sonderausschusses und des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Brian Mast, John Moolenaar und Rick Crawford, baten Nvidia-Chef Jensen Huang um ein gemeinsames, nicht öffentliches Briefing. Der Brief ist auf den 4. November datiert, die Mitteilung erschien am 5. November. Als Termin nennen sie den 18. November. Bis zum 11. November soll Huang zusagen oder einen anderen Termin vorschlagen.
Worum es geht
Im Zentrum stehen Huangs Kontakte zu Alice Huang, einer Managerin des Rechenzentrumsbetreibers Megaspeed International aus Singapur. Die New York Times berichtete am 29. Oktober, US-Geheimdienste sähen in ihr eine Informantin Chinas, die eine enge Beziehung zu Jensen Huang gepflegt habe. Die Vorwürfe sind nicht bestätigt, Alice Huang und Megaspeed reagierten laut ABC News nicht auf Anfragen. Laut Handelsblatt wurde Megaspeed zuvor wegen möglichen Chipschmuggels geprüft, Anklagen folgten nicht.
Die Abgeordneten wollen zudem wissen, wie sich Nvidia gegen Spionage ausländischer Gegner schützt. Jüngste Berichte würfen erhebliche Sicherheitsbedenken beim Zugang Chinas zu sensibler US-Technologie auf, heisst es im Schreiben. Der Kongress müsse klären, wie stark die nationale Sicherheit gefährdet worden sei.
Nvidia widerspricht, China auch
Ein Nvidia-Sprecher sagte gegenüber ABC News sinngemäss, Huang spreche jedes Jahr mit Tausenden Kundenmanagern, das gehöre zur Aufgabe eines Konzernchefs. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die US-Regierung es warne, falls sie jemanden als Bedrohung einstufe. Das chinesische Aussenministerium nannte die Berichte haltlos und verleumderisch. Präsident Donald Trump wurde laut New York Times über die Erkenntnisse informiert, habe aber nichts unternommen.
Heikle Woche für die Aktie
Die Anfrage kommt in einer ungünstigen Phase. Nvidia schloss am Donnerstag bei 181,60 Dollar (CHF 149), rund 9 % tiefer. Laut CoinDesk hat die Aktie damit alle Gewinne dieses Jahres verloren. Die Politik ist für das Geschäft wichtig: Laut ABC News soll Huang Trump im Januar dazu gebracht haben, Chipverkäufe nach China zu erlauben, wobei die US-Regierung 25 % der Gewinne erhält. Eine förmliche Vorladung ist das Schreiben nach den veröffentlichten Angaben nicht, die Vorsitzenden bitten um das Gespräch.
Quellen
- Chairmen Mast, Moolenaar, and Crawford Request Jensen Huang Brief Congress on Link to Chinese Intelligence Asset (05.11.2026) – US House Foreign Affairs Committee
- Moolenaar, Mast, and Crawford Seek Briefing from Jensen Huang on Ties to Chinese Intelligence Asset (05.11.2026) – House Select Committee on China
- Jensen Huang: Vorwurf chinesischer Spionage gegen «Vertraute» (06.11.2026) – Handelsblatt
- Nvidia denies report that its CEO was allegedly targeted in Chinese spy plot (30.10.2026) – ABC News
- Overnight U.S. Stock Crash: A Reflexivity Storm Triggered by a $100 Billion Sell-Off (06.11.2026) – KuCoin/CoinDesk
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.