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Update: Oracle sucht 20 Mrd. Dollar (CHF 16,4 Mrd.) mit Aktien und Anleihen, Aktie fällt um rund 6 %

2. November 2026, 16:44 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Oracle verkauft nicht nur Anleihen, sondern auch neue Aktien für 10 Mrd. Dollar (CHF 8,2 Mrd.). Damit entspricht das Paket genau dem Rahmen, den der Konzern fünf Tage zuvor für die ganze Investitionsphase genannt hatte. Die Aktie fiel auf den tiefsten Stand seit über drei Monaten.

Update, 16.45 Uhr: Oracle hat am 2. November neben der Anleihe auch eine Aktienplatzierung bei der US-Börsenaufsicht SEC angemeldet. Zusammen will der Softwarekonzern 20 Mrd. Dollar (CHF 16,4 Mrd.) aufnehmen. Die Aktie fiel in New York um rund 6 % bis auf 122,61 Dollar (CHF 101), nach einem Schlusskurs von 130,67 Dollar (CHF 107) am Freitag. Das ist laut Reuters der tiefste Stand seit mehr als drei Monaten. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus rund 37 %.

Was im Prospekt steht

Laut dem vorläufigen Prospekt hängen die beiden Geschäfte nicht voneinander ab. Der Ausgabepreis der Aktien war noch offen. Zum Freitagskurs ergäben sich rund 76,5 Mio. neue Titel, was knapp 2,5 % der danach ausstehenden Aktien entspräche. Bei tieferem Kurs wären es entsprechend mehr. Die Mittel sind für allgemeine Zwecke vorgesehen, darunter Investitionen, Schuldenrückzahlung und Übernahmen. Federführend ist BofA Securities.

Die Anleihe besteht laut The Next Web aus sechs Tranchen: eine mit variablem Zins bis 2029 und fünf mit festem Zins, fällig zwischen 2029 und 2046. Zinssätze und Risikoaufschläge waren am Nachmittag noch nicht bekannt.

Rahmen sofort ausgenützt

Am Investorentag vom 28. Oktober hatte Oracle erklärt, bis zum Geschäftsjahr 2030 nur noch 20 Mrd. Dollar (CHF 16,4 Mrd.) neue Mittel zu brauchen, je zur Hälfte Eigen- und Fremdkapital. Refinanzierungen zählen nicht dazu. Finanzchefin Hilary Maxson nannte dies den abschliessenden Betrag für den laufenden Investitionszyklus. Die Aktie stieg an jenem Tag um 10,7 % auf 144,54 Dollar (CHF 119). Nun bringt der Konzern ein Paket genau dieser Grösse an einem einzigen Tag an den Markt, und die Kursgewinne seither sind mehr als aufgezehrt. Von Juni bis August hatte Oracle bereits Aktien für 20 Mrd. Dollar (CHF 16,4 Mrd.) verkauft.

Hohe Belastung, knappes Rating

Die Schulden sind beträchtlich. Anleihen und andere Kredite summierten sich Ende August auf 125,3 Mrd. Dollar (CHF 103 Mrd.), die gesamten Verbindlichkeiten auf rund 236 Mrd. Dollar (CHF 194 Mrd.). Hinzu kommen noch nicht begonnene Mietverpflichtungen von 288 Mrd. Dollar (CHF 236 Mrd.). Im Geschäftsjahr bis Mai investierte Oracle 55,7 Mrd. Dollar (CHF 45,7 Mrd.) in Rechenzentren. Positiv soll der freie Cashflow erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 werden.

S&P stuft Oracle mit BBB− nur eine Stufe über dem Ramschbereich ein. Als Risiko gilt die Abhängigkeit vom verlustreichen Kunden OpenAI. Auch andere Konzerne sammeln Geld für KI ein: Microsoft lancierte am 29. Oktober mindestens 25 Mrd. Dollar (CHF 20,5 Mrd.), trägt aber die Bestnote AAA. Der Abstand zwischen den beiden Bonitäten dürfte sich im Aufschlag der neuen Oracle-Papiere zeigen.

Quellen

  1. Prospectus Supplement Form 424B5, Oracle Corp (02.11.2026) – US-Börsenaufsicht SEC
  2. Oracle will Milliarden für KI einsammeln - Aktie stürzt ab (02.11.2026) – cash.ch / Reuters
  3. Oracle launches $10B bond sale alongside $10B share offering (02.11.2026) – The Next Web
  4. Oracle Stock: Oracle Caps Added Funding From Investors at $20 Billion (10.2026) – StockTitan
  5. Microsoft sells at least $25bn of bonds, its first US deal since 2017 (29.10.2026) – The Next Web
  6. Oracle is one notch above junk after S&P downgrade (07.2026) – The Next Web

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.