Pfizer hebt die Prognose an: Eliquis wächst um 25 %, doch die Aktie reagiert kaum
Der US-Pharmakonzern Pfizer erhöht nach dem dritten Quartal seine Jahresziele für Umsatz und Gewinn. Der Gesamtumsatz stagniert aber, weil Covid-Produkte einbrechen. Das Plus beim Blutverdünner Eliquis stammt vor allem aus höheren Nettopreisen in den USA.
Pfizer hat am 3. November die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Der Umsatz lag mit 16,6 Mrd. Dollar (CHF 13,6 Mrd.) fast auf Vorjahreshöhe. Der bereinigte Gewinn je Aktie blieb unverändert bei 0.87 Dollar (CHF 0.71), was laut Reuters über den Erwartungen der Analysten lag. Nach den Rechnungslegungsregeln sank der Gewinn je Aktie von 0.62 Dollar (CHF 0.51) auf 0.56 Dollar (CHF 0.46).
Für 2026 erwartet Pfizer nun einen Umsatz von 62 bis 64 Mrd. Dollar (CHF 50,9 bis 52,6 Mrd.), bisher waren es 60,5 bis 62,5 Mrd. Dollar (CHF 49,7 bis 51,3 Mrd.). Beim bereinigten Gewinn je Aktie liegt die Spanne neu bei 2.95 bis 3.05 Dollar (CHF 2.42 bis 2.51) nach zuvor 2.80 bis 3.00 Dollar (CHF 2.30 bis 2.46). Darin enthalten ist eine einmalige Belastung von 650 Mio. Dollar (CHF 534 Mio.) aus einem Geschäft mit Innovent Biologics.
Neue Mittel gleichen Covid-Einbruch aus
Das Covid-Geschäft schrumpft weiter. Der Impfstoff Comirnaty brachte noch 808 Mio. Dollar (CHF 664 Mio.), 30 % weniger. Die Pille Paxlovid fiel um 63 % auf 449 Mio. Dollar (CHF 369 Mio.). Ohne diese beiden Produkte wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 7 %. Neu eingeführte und zugekaufte Produkte legten um 32 % zu. Das Krebsmittel Padcev steigerte die Erlöse um 55 % auf 720 Mio. Dollar (CHF 591 Mio.).
Stärkster Treiber war Eliquis mit 2,52 Mrd. Dollar (CHF 2,1 Mrd.), einem Plus von 25 %. Analysten hatten laut The Motley Fool mit rund 2,4 Mrd. Dollar (CHF 2 Mrd.) gerechnet. Pfizer nennt als Hauptgrund höhere Nettopreise in den USA, unter anderem wegen tieferer Rabatte. The Motley Fool weist darauf hin, dass sich solche Preiseffekte schwerer wiederholen lassen als Mengenwachstum.
Patentabläufe und Sparprogramm
Der Konzern steht weiter unter Druck: In der Prognose rechnet Pfizer mit rund 1,1 Mrd. Dollar (CHF 903 Mio.) weniger Umsatz wegen der Konkurrenz durch Nachahmerpräparate. Laut Reuters will Pfizer mit Zukäufen und Lizenzen die Pipeline auffüllen und bis 2029 Kosten von 9,7 Mrd. Dollar (CHF 8 Mrd.) einsparen. Die Forschungsausgaben stiegen im Quartal währungsbereinigt um 18 %, auch wegen Krebs- und Adipositas-Projekten. Konzernchef Albert Bourla sprach von einem weiteren starken Quartal.
Die Aktie notierte rund eine Stunde nach US-Handelsbeginn mit 30.60 Dollar (CHF 25.10) nur 0,3 % höher.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.