Kenia: Börsengang von Quickmart ist um 22,7 % überzeichnet, Auslandanleger zeichnen fast das Dreifache
Die kenianische Supermarktkette Quickmart hat für ihren Börsengang Zeichnungen über 18,4 Mrd. Schilling (CHF 116 Mio.) erhalten. Angeboten waren Aktien für 15 Mrd. Schilling (CHF 95 Mio.). Der Handel an der Börse Nairobi soll am 12. November beginnen.
Quickmart, laut Bloomberg die zweitgrösste Supermarktkette Kenias, hat ihren Börsengang (IPO) am Freitag, 6. November, abgeschlossen. Laut der Wirtschaftszeitung Business Daily gingen Zeichnungen über 18,4 Mrd. Kenia-Schilling (CHF 116 Mio.) ein. Das Ziel lag bei 15 Mrd. Schilling (CHF 95 Mio.). Die Zeichnungsquote betrug damit 122,7 %. Bloomberg bezeichnet die Platzierung als zweiten Börsengang Kenias in diesem Jahr.
Ausländisches Geld treibt die Nachfrage
Angeboten wurden 2 Mrd. Aktien zu je 7,50 Schilling (CHF 0,047). Laut der kenianischen Techseite TechTrendsKE gingen 18 492 Gesuche für rund 2,45 Mrd. Aktien ein. Auslandanleger wollten für 3,57 Mrd. Schilling (CHF 23 Mio.) Aktien kaufen, ihnen waren aber nur 1,2 Mrd. Schilling (CHF 7,6 Mio.) zugeteilt. Das ist fast das Dreifache. Privatanleger aus Kenia und Ostafrika zeichneten für 2,38 Mrd. Schilling (CHF 15 Mio.), 32,6 % mehr als vorgesehen. Die Ankerinvestoren füllten ihre Tranche von 7,2 Mrd. Schilling (CHF 46 Mio.) beinahe vollständig.
Neue Aktien gibt Quickmart nicht aus. Verkäufer ist die Holding Sokoni Retail Kenya, die damit die Hälfte des Aktienkapitals abgibt. Der Erlös fliesst also an Sokoni und nicht an das Unternehmen. Hinter Sokoni steht mit 50,79 % die Beteiligungsgesellschaft Adenia Partners, daneben die Gründerfamilie Kinuthia und Konzernchef Peter Kang'iri.
Bewertung und Dividende
Der Ausgabepreis bewertet Quickmart mit rund 30 Mrd. Schilling (CHF 190 Mio.). Das entspricht laut TechTrendsKE knapp dem 20-Fachen des ausgewiesenen Reingewinns 2025 von rund 1,51 Mrd. Schilling (CHF 9,5 Mio.). Der Umsatz lag 2025 bei 50,43 Mrd. Schilling (CHF 319 Mio.) und wuchs seit 2021 im Schnitt um 18,4 % pro Jahr. Die Kette betreibt 72 Filialen in 16 Bezirken und will jährlich 10 bis 15 neue eröffnen. Als Dividende sollen mindestens 80 % des Gewinns nach Steuern fliessen, erstmals für das zweite Halbjahr 2026.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.