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Safirum lanciert Franken-Stablecoin CHF-S: Gedeckt bei Berner Kantonalbank und Banque Richelieu

3. November 2026, 17:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Das Zuger Fintech Safirum hat am 3. November in Zürich seinen Franken-Stablecoin CHF-S gestartet. Jeder Token ist durch Franken auf Bankkonten gedeckt. Nutzen dürfen ihn nur geprüfte Kunden, das Rennen um den digitalen Franken nimmt damit Fahrt auf.

Ein Stablecoin ist ein digitales Zahlungsmittel auf einer Blockchain, dessen Wert fest an eine Währung gebunden ist. Der Markt wird laut finews zu rund 99 % vom US-Dollar beherrscht. Mit CHF-S will Safirum nun eine Variante in Franken etablieren. Die Lancierung fand am Dienstag im Zürcher Prime Tower vor rund 60 Vertretern aus Finanzbranche und Blockchain-Szene statt.

Jeder Token ist im Verhältnis 1:1 durch Franken gedeckt, die auf getrennten Konten bei der Berner Kantonalbank und der Banque Richelieu liegen. Weitere Depotbanken sollen folgen. CHF-S läuft auf der Solana-Blockchain. Pro Transaktion verlangt Safirum 0,05 %, höchstens aber 0.50 CHF-S, dazu kommen Netzwerkgebühren. Als erstes Unternehmen hat das Wertpapierhaus Maverix Securities CHF-S ausgegeben. Ersten Berichten zufolge waren es am 2. November 10 000 Franken.

Nur geprüfte Wallets zugelassen

Kern des Modells ist das sogenannte Whitelisting. Transfers sind nur zwischen freigegebenen digitalen Geldbörsen (Wallets) möglich, Zahlungen an nicht verifizierte Adressen werden automatisch blockiert. Privatpersonen weisen sich mit Ausweis aus, Firmen durchlaufen eine Geschäftsprüfung. Damit will Safirum die Vorgaben der Finanzmarktaufsicht Finma erfüllen, die Stablecoins seit ihrer Aufsichtsmitteilung von 2024 strengen Regeln gegen Geldwäscherei unterstellt. Safirum ist zudem Mitglied der Selbstregulierungsorganisation VQF. Chef und Mitgründer Bastien Thiébaud sagte, man sehe Identitätsprüfung und Whitelisting nicht als Hindernis.

Das Unternehmen wurde vor rund einem Jahr gegründet und hat sieben Mitarbeitende. Es will innert fünf Jahren 1 % aller Franken-Transaktionen abwickeln, gemäss einer früheren Angabe rund 3,8 Millionen Zahlungen pro Jahr. Finanzieren soll sich das Modell über Gebühren, weil die Zinsen auf Franken-Reserven tief sind.

Konkurrenz durch Grossbanken

Allein ist Safirum nicht. Die deutsche AllUnity brachte im Februar einen Franken-Stablecoin nach EU-Recht heraus, dessen Volumen laut AWP rund 36 Mio. Franken beträgt. Gewichtiger ist das Projekt CHFD von Swiss Stablecoin AG: Daran testen UBS, PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, BCV, SIX und Twint in einer geschützten Umgebung, die voraussichtlich bis Ende 2026 läuft.

Auch die Regeln sind im Fluss. Der Bund will Herausgebern von Stablecoins mit einer Revision des Finanzinstitutsgesetzes bessere Bedingungen bieten, die Botschaft ans Parlament wird für nächstes Jahr erwartet. Der frühere SNB-Chefjurist Hans Kuhn, der Safirum berät, bezeichnete den Entwurf laut finews als schwerfällig.

Quellen

  1. Fintech Safirum lanciert seinen Franken-Stablecoin (03.11.2026) – cash.ch / AWP
  2. Grosser Fortschritt bei Franken-Stablecoins (03.11.2026) – finews
  3. Safirum: Schweizer-Franken-Stablecoin CHF-S ist live (03.11.2026) – Startupticker
  4. Einer, der die aktuelle Schweizer Stablecoin-Regulierung sinnvoll findet (24.07.2026) – finews
  5. CHF-Stablecoin-Sandbox startet Testphase und gewinnt mit SIX und TWINT zwei neue Partner (08.09.2026) – UBS

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.