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SIG übertrifft Erwartungen im dritten Quartal und hebt Margenziele an, Abschreibung von 250 Mio. Euro folgt

27. Oktober 2026, 07:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Verpackungskonzern SIG hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Zum Kapitalmarkttag erhöht er die Margenprognose für 2026 und das Mittelfristziel. Ein Sanierungsprogramm in einer schwachen Sparte kostet aber eine hohe Wertberichtigung.

SIG hat am Dienstagmorgen, 27. Oktober, um 7 Uhr ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg von Juli bis September um 9,6 % auf 843 Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Wachstum 7,2 %, zu konstanten Kunststoffpreisen 6,5 %. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um rund 29 % auf 146,9 Mio. Euro. Die entsprechende Marge erreichte 17,4 % nach 14,8 % im Vorjahresquartal, das unter einer ausgesprochen schwachen Nachfrage gelitten hatte.

Der bereinigte Nettogewinn erhöhte sich auf 94,3 Mio. Euro, nach 60,8 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Der freie Cashflow lag bei 91,2 Mio. Euro. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP übertraf SIG bei allen wichtigen Kennzahlen selbst die optimistischsten Analystenschätzungen.

Wachstum in allen Regionen

Am stärksten wuchs SIG in der Region Indien, Naher Osten und Afrika mit einem Umsatzplus von 18,9 %. In Nord- und Südamerika stiegen die Verkäufe um 13,5 %, in Asien-Pazifik um 8,8 %. Europa legte mit 3,3 % am schwächsten zu. Nach neun Monaten steht ein Umsatz von 2,4 Mrd. Euro in den Büchern, ein Plus von 2,3 %. Die bereinigte EBIT-Marge liegt für diesen Zeitraum bei 16,3 %.

Für das ganze Jahr 2026 erwartet SIG nun eine bereinigte EBIT-Marge von 16,0 bis 16,5 %, bisher waren es 15,7 bis 16,2 %. Beim Umsatz bleibt das Unternehmen vorsichtig und bestätigt ein bereinigtes Wachstum von 0 bis 2 %. CEO Anne Erkens sprach von einem guten Ergebnis mit solidem Umsatzwachstum.

Neue Mittelfristziele und Sanierungsfall

Am Kapitalmarkttag vom gleichen Tag hob SIG das Mittelfristziel für die bereinigte EBIT-Marge auf über 18 % an, bisher galten über 16,5 %. Im Kerngeschäft mit aseptischen Kartonpackungen, also keimfreien Verpackungen für haltbare Getränke und Lebensmittel, soll die Marge über 20 % steigen. Das organische Umsatzwachstum, also ohne Zukäufe und Währungseffekte, soll unverändert 3 bis 5 % pro Jahr betragen.

Für das Geschäft mit Bag-in-Box und Standbeuteln mit Ausgiesser startet SIG ein Turnaround-Programm mit eigenem Managementteam. Die Sparte soll künftig eine bereinigte EBIT-Marge von 8 bis 10 % erreichen. Im vierten Quartal fällt deshalb und wegen einer neuen Segmentstruktur eine nicht liquiditätswirksame Wertminderung von rund 250 Mio. Euro an, die auch das Kühlkarton-Geschäft betrifft. Für das Geschäftsjahr 2026 will SIG der Generalversammlung 2027 wieder eine Dividende vorschlagen, künftig sollen 30 bis 50 % des bereinigten Gewinns ausgeschüttet werden.

Die SIG-Aktie schloss am Montag bei 13,69 Franken und liegt damit knapp 20 % über dem Niveau von Anfang Januar.

Quellen

  1. SIG erzielt robustes Wachstum, steigert Profitabilität und erhöht Margenprognose für Gesamtjahr (27.10.2026) – SIG Group AG / EQS (via finanznachrichten.de)
  2. SIG präsentiert Strategie für beschleunigtes profitables Wachstum, höhere Margen und steigende Aktionärsrenditen (27.10.2026) – SIG Group AG / EQS (via finanznachrichten.de)
  3. SIG erhöht Jahres- und Mittelfristziel (27.10.2026) – cash.ch / AWP

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.