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S&P senkt Ausblick für Meta auf negativ: KI-Ausgaben belasten die Bonität des Facebook-Konzerns

31. Oktober 2026, 19:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Ratingagentur S&P Global hält zwar an der Bonitätsnote AA- für Meta fest, sieht aber ein erhöhtes Risiko einer Herabstufung. Grund sind die rasant steigenden Ausgaben für künstliche Intelligenz und ein Cashflow, der ins Minus gerutscht ist.

S&P Global hat am Freitagabend, 30. Oktober, nach US-Börsenschluss den Ausblick für Meta Platforms von «stabil» auf «negativ» gesenkt. Das Rating selbst bleibt bei AA-, also weit oben auf der Bonitätsskala. Ein negativer Ausblick ist keine Herabstufung. Er signalisiert aber, dass die Agentur eine tiefere Note in den kommenden rund zwei Jahren für möglich hält. Am selben Tag senkte S&P laut Reuters auch den Ausblick für den Chiphersteller Broadcom.

Milliarden für Rechenzentren

Auslöser sind Metas Investitionspläne. Für 2026 rechnet der Konzern mit Investitionsausgaben von 135 bis 145 Mrd. Dollar (CHF 111 bis 120 Mrd.), inklusive Tilgungen für geleaste Anlagen. Die untere Grenze hatte Meta mit den Quartalszahlen um 5 Mrd. Dollar (CHF 4,1 Mrd.) angehoben. S&P geht laut dem Fachportal PPC Land davon aus, dass die Ausgaben 2027 auf über 225 Mrd. Dollar (CHF 186 Mrd.) steigen, zuvor hatte die Agentur mit 163 Mrd. Dollar gerechnet.

Die Folgen zeigen sich bereits im Cashflow. Im dritten Quartal fiel der freie Cashflow auf minus 2,12 Mrd. Dollar (CHF 1,75 Mrd.), nach plus 10,63 Mrd. Dollar (CHF 8,77 Mrd.) ein Jahr zuvor. Es war das erste negative Quartal seit 2012. Für 2027 erwartet S&P ein Defizit von rund 71 Mrd. Dollar (CHF 59 Mrd.). Die Verschuldung im Verhältnis zum Ertrag könnte damit schon 2027 über den Wert von 1,0 steigen, den S&P als Schwelle für eine Herabstufung nennt.

Zweifel an der Monetarisierung

Kern der Kritik ist das Geschäftsmodell. Anders als Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google vermietet Meta seine Rechenleistung nicht an Kunden. Der Konzern muss die Investitionen über Werbung und neue KI-Produkte verdienen. Metas Fähigkeit, KI zu monetarisieren, sei begrenzter als jene der Konkurrenz, schreibt S&P sinngemäss. Meta widersprach gegenüber Reuters: Man teile diese Einschätzung nicht und sehe erhebliche Produkt- und Geschäftschancen.

Operativ läuft das Geschäft weiter gut. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 26 % auf 64,6 Mrd. Dollar (CHF 53,3 Mrd.). Ende September verfügte Meta über flüssige Mittel und Wertpapiere von 82,45 Mrd. Dollar (CHF 68 Mrd.). Der Anleihenmarkt reagiert dennoch nervös: Die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall stiegen laut Reuters bereits am 22. Oktober auf ein Rekordhoch. Die Aktie schloss am Freitag bei 614,99 Dollar (CHF 507) und verlor über die Woche rund 4,3 %.

Quellen

  1. Ratingagentur S&P senkt Ausblick für Meta wegen hoher KI-Ausgaben (31.10.2026) – cash.ch / Reuters
  2. Meta Stock After S&P Cuts Its Outlook to Negative: AA- Rating Kept as Q3 Free Cash Flow Turns Negative (31.10.2026) – FinanceFeeds
  3. Meta faces S&P downgrade as 2027 AI capex forecast tops $225bn (31.10.2026) – PPC Land
  4. Meta's Debt Default Insurance Hits Record as AI Spending Rises (22.10.2026) – KuCoin News / Benzinga

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.