Konjunktur

Spaniens Wirtschaft wächst um 0,6 %, doch die Investitionen verlieren an Schwung

31. Oktober 2026, 12:25 Uhr · 1 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Spaniens Wirtschaft wächst weiter solide. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandprodukt um 0,6 % zu. Getragen wird das Plus zunehmend vom Staat, während Konsum und Investitionen nachlassen.

Das spanische Statistikamt INE hat am 30. Oktober seine Schnellschätzung für das dritte Quartal veröffentlicht. Von Juli bis September wuchs die Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,6 %, nach 0,7 % im Frühling. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Wachstum 2,7 %, eine Zehntelstelle mehr als im zweiten Quartal.

Der Staat übernimmt die Führung

Unter der Oberfläche verschieben sich die Gewichte. Der Konsum der privaten Haushalte stieg nur noch um 0,6 %, nach einem halben Prozentpunkt mehr im Vorquartal. Die Ausgaben des Staates beschleunigten sich dagegen auf 0,9 %. Laut dem spanischen Nachrichtenportal Moncloa.com ist der öffentliche Konsum damit zur wichtigsten Stütze der Konjunktur geworden. Die Binnennachfrage steuerte 0,5 Prozentpunkte zum Quartalswachstum bei, der Aussenhandel 0,1 Prozentpunkte.

Die Investitionen wuchsen im Quartal um 0,6 % und damit so langsam wie seit dem zweiten Quartal 2025 nicht mehr. Im Jahresvergleich lag das Plus bei 3,9 %, dem tiefsten Wert seit mindestens zwei Jahren. Die Zeitung El País spricht in einer Analyse vom Samstag von einem Wachstum ohne private Investitionen und verweist auf offene Fragen bei der Produktivität.

Exporte besser, aber aus dem falschen Grund

Die Exporte von Waren und Dienstleistungen nahmen um 1,3 % zu, die Importe nur noch um 1,1 % nach einem deutlich stärkeren Anstieg im Vorquartal. Der positive Beitrag des Aussenhandels geht laut Moncloa.com vor allem auf schwächere Importe zurück und nicht auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Das nominale Bruttoinlandprodukt, also ohne Abzug der Teuerung, stieg im Jahresvergleich um 5,9 %. Der Preisindex des Bruttoinlandprodukts lag 3,1 % über dem Vorjahr. Das hohe nominale Wachstum entlastet die Staatsfinanzen, ist laut Moncloa.com aber kein dauerhafter Effekt.

Quellen

  1. Crecimiento sin inversión privada: cómo la economía española mejora con menos recursos (31.10.2026) – El País
  2. El PIB crece un 0,6% en el tercer trimestre, una décima menos que el anterior (30.10.2026) – The Objective
  3. La economía española crece una décima menos: el PIB se frena al 0,6% por inversión y consumo (30.10.2026) – Moncloa.com

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.