Swiss Re verdient in neun Monaten 4,17 Mrd. Dollar (CHF 3,4 Mrd.) und schlägt die Erwartungen
Swiss Re hat den Gewinn nach neun Monaten um 3 % gesteigert und die Analysten übertroffen. Hilfe kam von tiefen Naturkatastrophen-Schäden und vom Lebengeschäft. Im Neugeschäft zeigt sich jedoch der wachsende Preisdruck.
Der Rückversicherer Swiss Re meldete am 5. November für Januar bis September einen Gewinn von 4,17 Mrd. Dollar (CHF 3,4 Mrd.), nach 4,04 Mrd. Dollar (CHF 3,3 Mrd.) im Vorjahr. Die Analysten hatten im Schnitt mit 3,97 Mrd. Dollar (CHF 3,2 Mrd.) gerechnet. Im dritten Quartal allein lag der Gewinn bei rund 1,3 Mrd. Dollar (CHF 1,1 Mrd.). Die Eigenkapitalrendite blieb mit 22,5 % unverändert.
Der Versicherungsumsatz sank dagegen um 3 % auf 31,2 Mrd. Dollar (CHF 25,4 Mrd.). Das Jahresziel von mindestens 4,5 Mrd. Dollar (CHF 3,7 Mrd.) sieht Swiss Re weiter in Reichweite. Für das Schlussquartal fehlen damit noch rund 330 Mio. Dollar (CHF 269 Mio.).
Wenig Katastrophen, starkes Lebengeschäft
In der Sach-Rückversicherung fiel der Gewinn um 6 % auf 2,16 Mrd. Dollar (CHF 1,8 Mrd.), der Umsatz schrumpfte um 9 %. Die Schaden-Kosten-Quote, die Schäden und Kosten ins Verhältnis zu den Prämien setzt, lag mit 77,3 % weit unter dem Ziel von weniger als 85 %. Grosse Naturkatastrophen kosteten 640 Mio. Dollar (CHF 521 Mio.), bei einem Budget von 1,6 Mrd. Dollar (CHF 1,3 Mrd.) für die neun Monate. Dazu zählten das Erdbeben in Kolumbien und der Sturm Kristin in Portugal.
Die Leben- und Gesundheits-Rückversicherung steigerte den Gewinn um 43 % auf 1,53 Mrd. Dollar (CHF 1,2 Mrd.), auch weil das Vorjahr von hohen Wertkorrekturen belastet war. Die Sparte profitierte von einer günstigen Sterblichkeit in den USA. Das Geschäft mit Grosskunden, Corporate Solutions, erzielte 714 Mio. Dollar (CHF 582 Mio.), ein Plus von 3 %.
Preisdruck und Kapitalpolster
Der Wettbewerb macht sich bemerkbar. Der künftige Gewinn aus neu abgeschlossenem Geschäft, die sogenannte Neugeschäfts-CSM, fiel auf 2,8 Mrd. Dollar (CHF 2,3 Mrd.), nach 3,9 Mrd. Dollar (CHF 3,2 Mrd.) im Vorjahr. Finanzchef Anders Malmström führte die tieferen Margen auf den Preisdruck im Sachgeschäft zurück. Konzernchef Andreas Berger betonte die Disziplin bei der Zeichnung von Risiken.
Die Solvenzquote nach Schweizer Standard (SST) schätzt Swiss Re per 1. Oktober auf 259 %, über der Zielspanne von 200 bis 250 %. Der im Februar angekündigte Aktienrückkauf über 1,5 Mrd. Dollar (CHF 1,2 Mrd.) ist fast abgeschlossen. Die Finanzziele für 2027 folgen am 4. Dezember.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.