Eigenkapitalrendite (ROE)
Auch gesucht als: ROE, Return on Equity, Eigenkapitalverzinsung, RoTE, Return on Tangible Equity
- 🇬🇧 Englisch
- return on equity (ROE)
- 🇫🇷 Französisch
- rendement des fonds propres (ROE)
- 🇮🇹 Italienisch
- rendimento del capitale proprio (ROE)
Die Eigenkapitalrendite (ROE) zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen im Verhältnis zum Eigenkapital der Aktionäre erwirtschaftet. Sie wird in Prozent angegeben.
Berechnet wird der Reingewinn geteilt durch das durchschnittliche Eigenkapital. Eine Firma mit CHF 1 Mrd. Eigenkapital und CHF 120 Mio. Gewinn erreicht eine Eigenkapitalrendite von 12 %. Besonders bei Banken und Versicherungen ist die Kennzahl zentral. Häufig wird zusätzlich die Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) ausgewiesen, bei der Goodwill und andere immaterielle Werte abgezogen werden.
Eine hohe Eigenkapitalrendite gilt als Zeichen einer profitablen Firma. Sie kann aber auch durch viel Fremdkapital zustande kommen: Wer wenig Eigenkapital einsetzt, erzielt bei gleichem Gewinn eine höhere Quote, trägt aber mehr Risiko. Darum lohnt der Blick auf die Verschuldung. Bewertungsseitig hängen ROE und Kurs-Buchwert-Verhältnis eng zusammen: Firmen mit dauerhaft hoher Eigenkapitalrendite werden meist deutlich über ihrem Buchwert gehandelt.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.